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Woran glauben wir? – Das scheint eine Frage für „Fromme“, und doch sind wir alle jeden Tag in gewisser Weise vor diese Frage gestellt, denn mit allem, was wir tun oder nicht tun, zeigen wir ja, was uns wichtig oder unwichtig ist. Das fängt bei banalen Dingen an wie der Wahl der Unterhaltung am Feierabend. Aber es kriegt schon viel mehr Gewicht, wenn wir unser Berufsleben ansehen.
Was ist mir dort wichtig? Kämpfe ich nur um meine Anerkennung? Kann ich mich mitfreuen, wenn andern etwas gelingt? Wie wir reagieren, hängt von unserer Situation und von unserem Charakter ab. Aber wir würden uns mit Recht wehren, wenn wir jetzt aufgrund von solchen Verhaltensweisen beurteilt oder gar abqualifiziert würden. Denn vielleicht benehmen wir uns in andern Situationen ganz anders!

So kannte ich mich noch nicht
Nun gibt es aber Situationen, die uns in die Enge treiben, wo uns nicht beliebig viele Wege offenbleiben. Vielleicht gibt es nur zwei Antworten: so oder anders. Hier scheiden sich die Wege und hier ent-scheidet sich, wo wir stehen. Hier offenbart sich, worauf wir letztlich vertrauen. Hier erfahren wir vielleicht selber zum ersten Mal, woran wir glauben, wenn es wirklich drauf ankommt. Weiterlesen

Der Glaube sagt nicht einfach: „Du sollst!“, sondern stellt uns Bilder gelungenen Lebens vor Augen. Diese Bilder helfen uns in unsern konkreten Lebens-Situationen, uns „richtig“ zu entscheiden, und geben uns zugleich einen „Vorgeschmack“ des Gelingens, der das Handeln zu motivieren vermag. Weiterlesen

„Geborenwerden, wachsen und reifen“ – so heisst der zweite Band meiner Notizen, er berichtet aus den Jahren 1992 bis 1998. Damals kamen unsere Kinder zur Welt. Ich arbeitete in Teilzeit und schloss mein Zweistudium in Theologie ab. Dann wurde ich Vikar in einer Gemeinde am Stadtrand und arbeitete als Pfarrer in der Agglomeration. Weiterlesen

Das sonnige Wetter über Pfingsten hat viele hinaus gelockt. Die Wälder und Felder sind eine Pracht. Von einer Anhöhe aus sieht es aus, als ob es „brodelte“, so dicht wächst das Grün. Auf dem Rhein – es sieht zuerst aus wie eine Verschmutzung – treiben noch Schwaden von Blütenpollen. Viele Büsche und Bäume haben die Blüten abgeworfen, die Blätter und Spelzen liegen am Boden. Achtlos geht man darüber. Bereits wachsen und reifen die Früchte. Es geht auf den Sommer zu. Weiterlesen