Schlagwortarchiv für: Seele

Bevor sich die Erinnerung verflüchtigt und alle Dinge sich ins Dingsda-Land zurückziehen, gehe ich nochmal durch meinen Garten. Da gibt es Kartoffeln, Sellerie und Karotten. Und diese kleinen Blümchen, die eingewandert sind. Wie heissen sie noch gleich? Weiterlesen

Vor einigen Jahren kam ein neuer Begriff auf: ekklesiogene Neurose. Das meint eine Krankheit, hervorgerufen durch falsche Frömmigkeit. Und es weckt die Frage: Ist mein Glaube gesund oder krank? Weiterlesen

Ich bin nachts jetzt oft aufgeregt, kann nicht schlafen. Ich habe die „Deckung“ verlassen, bin zum Handeln übergegangen, zum Zeigen und zum Tun. Ich folge dem, was ich für wahr halte. Weiterlesen

Der Weg in den Palast beschreibt den Weg ins Innere. Oder ist es das Äussere? Hier konvergiert der Weg ins Innere und der Weg ins Äussere. Das Ziel des Lebens kann auch im Innersten angesehen werden. Weiterlesen

«Ich will euch nicht als Waisen zurücklassen; ich komme zu euch», sagt Christus an Pfingsten. «Ich will den Vater bitten und er wird euch einen anderen Tröster geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit: den Geist der Wahrheit. Er bleibt bei euch und wird in euch sein.» Weiterlesen

Es ist eine neue Phase in ihrem Leben, sie ist bald 30. Grosse Fragen tauchen auf. Dinge kriegen einen Namen, die vorher wie Schemen am Leben vorbeigezogen sind. Man lernt, sich zu stellen. Man will Verantwortung für sein Leben übernehmen und stösst auf Dinge, die man nicht einfach steuern kann, die eine andere Antwort verlangen als das Abspulen von früh gelerntem Problemlösungs-Verhalten. Die Lösung, die man in der frühen Kindheit lernte, führt manchmal mehr in die Irre als das Problem selber. Weiterlesen

Bald ist Halloween. An vielen Haus-Fassaden, aus vielen Schaufenstern grüssen schon Skelette und Gespenster. Die Kinder freuen sich auf gruselig-lustige Parties. Die Erwachsenen können auch ein Vergnügen daran knüpfen. Weiterlesen

Wenn brutale Akte geschehen, wenn Zeitungen von Vorfällen berichten, hat man oft das Gefühl, die Zivilisation sei nur ein dünner Mantel, der dem Menschen übergestülpt sei. Es brauche nicht viel, so werde er fallen gelassen und darunter tauche das «wahre Gesicht» hervor: der Mensch als brutales Wesen. Weiterlesen

Der Körper bewahrt in sich die Erinnerung an die Verletzung und er verkrümmt sich so, dass diese nicht mehr ins Bewusstsein aufsteigt. Damit verewigt er sie aber im Gegenteil. Das Kind hat sich totgestellt, es hat den Atem angehalten, die Glieder eingezogen. So spürt es nichts. Wenn immer etwas an seine schmerzhafte Erinnerung rührt, nimmt dieser Mensch unwillkürlich diese Haltung wieder ein, der Atem stockt, der Körper erstarrt, die Empfindungen werden nicht mehr verspürt. Das Kind fühlt sich wie tot. Weiterlesen

Im Lauf der Jahre ist mir deutlich geworden, dass meine Erlebnisse im Glauben eine Vorgeschichte haben, die in vorbewusste und vorsprachliche Zeit zurückreicht. Ich bin immer wieder auf solche Überreste einer «Archäologie» meines Glaubenslebens gestossen. Sie laden zum Ausgraben ein wie die Schätze versunkener Kulturen. Weiterlesen