Ostern sagt: Christus ist gestorben und auferstanden. Ist damit alles in Ordnung? Ist er nicht zu Unrecht verklagt und hingerichtet worden? Mit Ostern kann der Zyklus der Feiertage nicht abbrechen. Die Himmelfahrt gehört dazu, unbedingt, oder wir müssen auf wesentliche Bedürfnisse unseres Menschseins verzichten. Ein Plädoyer für ein verkanntes Fest. Weiterlesen
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Der Löwenzahn blüht gelb im Garten, die Kinder machen Ketten daraus und Armbänder und „verkaufen“ sie auf der Strasse. Ich habe keine Augen dafür. Ich will arbeiten. Ich suche ein Wort, dass es wert ist, aufgeschrieben und gelesen zu werden. Aber ich bin leer. Nach der strengen Arbeitswoche bin ich einfach leer. So mache ich einen Spaziergang. Ob ich unterwegs etwas finde? Weiterlesen
Ostern ist auch ein Einspruch gegen Fake-News und manipulative Politik. «Ein Fest der Wahrheit, Schönheit und Gerechtigkeit» – so notierte ich 2013 in mein Tagebuch. Ich bezog mich damit auf Studien zu Entwicklungen in den USA. Vier Jahre später wurde Donald Trump zum Präsidenten gewählt. Und es wurde Wirklichkeit, wovor die Studien gewarnt hatten. Der Einspruch von Ostern gilt umso mehr: Weiterlesen
Ende Woche ist Palmsonntag. Ich möchte darauf zugehen, aber ich bin zu unruhig. Was mich in dieser Zeit beschäftigt, ist weniger, wie es mir geht, was ich hoffe und befürchte. Es ist unsere Zeit, die eine Krise nach der andern abruft. Weiterlesen
«Donald Trump hat wieder zugeschlagen». Nach den Nachrichten dieses Morgens hatte ich den Eindruck, dass die USA nicht nur «Probleme» hätten, die mit Wahlen und einer neuen Regierung behoben werden können. Ich hatte das Gefühl, das Uebel gehe tiefer. Und Bilder tauchten auf von einer Krankheit – als ob das Land entstellt sei – und von Dekadenz, weil nicht nur die Amtsinhaber zu versagen scheinen, sondern die Institutionen mit ihnen. Weiterlesen
Der Philosoph Jürgen Habermas ist gestorben. Ich möchte an ihn denken und nehme einen Glückwunsch hervor, den ich im Juni zu seinem 95. Geburtsgag geschrieben habe. Weiterlesen
Was soll uns Metaphysik?
Wer sich für Gott und Glaube interessiert, muss sich um «Metaphysik» nicht kümmern. Wichtig ist es aber, wenn es um die öffentliche Anerkennung geht: ob man dem überhaupt eine Wahrheit zubilligt, ob man Gott nicht überhaupt bestreitet und Religion verabschiedet, weil ihnen keine Wirklichkeit zukomme.
So kann sich Glaube nicht nur mit einer gelebten Praxis begnügen und die Frage beiseitelassen, ob Staat und Gesellschaft, ob die Kultur, in der man lebt, dem überhaupt eine Wirklichkeit zubilligt. Andernfalls ist es schwer, Kirche zu sein oder auch nur, als Einzelkämpfer seinem persönlichen Glauben anzuhängen. Heute wird Metaphysik wieder vermehrt diskutiert, ich nehme es als Anlass, verschiedene Beiträge aus diesem Blog in einem Streiflicht zusammenzufassen. Weiterlesen
„Herr, siehe, der den du liebhast, ist krank.“ Bei diesem Satz bin ich hängen geblieben. Im Hotel gab es noch eine Bibel im Nachttisch, wie früher. Ich habe darin geblättert. Es war die Geschichte von Lazarus. Sie geht mir nicht mehr aus dem Sinn. Weiterlesen
Die zwei Jünger sind unterwegs. Sie sind auf der Flucht. Und es sind keine kleinen Sorgen, die sie in die Flucht schlagen. Es ist etwas – so schlimm, wie es in einem Leben vielleicht nur einmal vorkommt. Aber es reicht, dass dieses Leben auf immer verletzt wird. Da ist das innerste Geheimnis dieses Lebens angesprochen, der Kern, um den sich Fühlen und Handeln dreht. Die „Küche“, wo die Gefühle gebraut werden. Das bestimmt die Art und Weise, wie dieser Mensch später die Welt wahrnimmt, wie er auf andere Menschen zugeht. Weiterlesen
Es braucht nur einen Auslöser, eine bestimmte Begegnung, die Art, wie ein Mensch sich uns gegenüber benimmt, und es weckt alte Erinnerungen wieder auf an vergangene Zeiten. Und ohne dass wir es wollen, rutschen wir wieder zurück in jene Zeit. Da sind die Gefühle wieder, die wir damals hatten. Schon am Morgen beim Aufstehen überfallen sie uns. Und wir sehen an unserem Verhalten, dass wir eingeholt wurden von alten Mustern. Weiterlesen
