Ostern ist auch ein Einspruch gegen Fake-News und manipulative Politik. «Ein Fest der Wahrheit, Schönheit und Gerechtigkeit» – so notierte ich 2013 in mein Tagebuch. Ich bezog mich damit auf Studien zu Entwicklungen in den USA. Vier Jahre später wurde Donald Trump zum Präsidenten gewählt. Und es wurde Wirklichkeit, wovor die Studien gewarnt hatten. Der Einspruch von Ostern gilt umso mehr: Weiterlesen
Schlagwortarchiv für: Karfreitag
Der Krieg schien ausgerottet, die «Nachkriegs-Generation» hielt das Thema für erledigt. Die Armee wurde abgerüstet, andere Themen setzten sich obenan. Und jetzt – die Lunte wird an einen Brandherd nach dem andern gehalten. Man schwört wieder auf Krieg und Gewalt, obwohl schon deutlich ist, in welche Sackgassen man sich reitet. Weiterlesen
«Donald Trump hat wieder zugeschlagen». Nach den Nachrichten dieses Morgens hatte ich den Eindruck, dass die USA nicht nur «Probleme» hätten, die mit Wahlen und einer neuen Regierung behoben werden können. Ich hatte das Gefühl, das Uebel gehe tiefer. Und Bilder tauchten auf von einer Krankheit – als ob das Land entstellt sei – und von Dekadenz, weil nicht nur die Amtsinhaber zu versagen scheinen, sondern die Institutionen mit ihnen. Weiterlesen
Der Philosoph Jürgen Habermas ist gestorben. Ich möchte an ihn denken und nehme einen Glückwunsch hervor, den ich im Juni zu seinem 95. Geburtsgag geschrieben habe. Weiterlesen
Was soll uns Metaphysik?
Wer sich für Gott und Glaube interessiert, muss sich um «Metaphysik» nicht kümmern. Wichtig ist es aber, wenn es um die öffentliche Anerkennung geht: ob man dem überhaupt eine Wahrheit zubilligt, ob man Gott nicht überhaupt bestreitet und Religion verabschiedet, weil ihnen keine Wirklichkeit zukomme.
So kann sich Glaube nicht nur mit einer gelebten Praxis begnügen und die Frage beiseitelassen, ob Staat und Gesellschaft, ob die Kultur, in der man lebt, dem überhaupt eine Wirklichkeit zubilligt. Andernfalls ist es schwer, Kirche zu sein oder auch nur, als Einzelkämpfer seinem persönlichen Glauben anzuhängen. Heute wird Metaphysik wieder vermehrt diskutiert, ich nehme es als Anlass, verschiedene Beiträge aus diesem Blog in einem Streiflicht zusammenzufassen. Weiterlesen
Karwoche. Ein grosser Anspruch. Kann ich mich dem stellen? Die Karwoche ist das Grösste im Kirchenjahr. Es ist das Allergrösste an Kunst und Frömmigkeit, was in dieser Zeit begegnet. Durch die Säkularisierung ist man aber auch freigestellt. Man kann die Zeit verbringen, ohne einen Gedanken an sie zu verwenden. Weiterlesen
Was beweist denn das Kreuz? Ist Gott hier besiegt? Oder kennt Gott eine andere Weise zu siegen als durch Auftrumpfen und Gewalt? Weiterlesen
Spott und Hohn spielen in der Bibel eine grosse Rolle und werden in der Passionszeit besonders bedacht. Das dürfte eine Gesellschaft interessieren, die die mediale Blossstellung zu einem Mittel gemacht hat, mit der Massen auf Linie gebracht und kontrolliert werden. Weiterlesen
Spott und Hohn – und deren Kehrseite Scham und Schande – gehören wesentlich zur Passion. Im Alten Testament klagen die Psalmen über den Spott («Versengt wie Gras und verdorrt ist mein Herz. Den ganzen Tag verhöhnten mich meine Feinde.» Ps 102). Die Propheten werden verhöhnt, die Armen, ja das ganze Volk erleidet den Spott der Feinde. Im Neuen Testament wird es zu einer Kreuzwegstation, die in der kirchlichen Musik und Malerei intensiv bedacht wird. So kommt es zu einer Umkehr der Werte. Was Inbegriff der Schande ist, wird gewürdigt. Spott und Hohn werden geradezu geheiligt, weil sie als Leidensweg das Heil hervorbringen. Weiterlesen
Ein herrlicher Tag, der Himmel strahlend blau, die Büsche weiss vor Blüten. Das scheint nicht zur Karwoche zu passen – als ob die Wirklichkeit sich den Bildern anpassen müsste. Vielleicht habe ich die falschen Bilder von Passion und Ostern? Weiterlesen
