Hilft Gott? Kann ich glauben, dass Gott mir in der Hitze hilft, im Sturm, in der Flut eines ausser Rand und Band geratenen Wetters, wenn ich Tag für Tag an der Zerstörung arbeite? In den 80er Jahren, als die ökologische Zerstörung breit ins Bewusstsein trat, plagten mich diese Gedanken. Im Zentrum des Alten Testaments steht eine kriegerische Erfahrung, das Exil, der Verlust von Staat, Sicherheit und Identität. Wie haben die Menschen das im Glauben verarbeitet? Ich nahm es als Muster und fragte: Wie wird die Krise im Glauben verarbeitet? Hilft der Glaube – oder ist er das erste Opfer? Weiterlesen
Schlagwortarchiv für: Vertrauen und Verantworten
Es ist eine so ruhige und festliche Stimmung; die möchte ich nicht vertreiben oder vergehen lassen, indem ich mich in irgendeine Tätigkeit hineingebe: ich möchte sie festhalten, mich ihr hingeben (indem ich sie mit der Schreibmaschine festhalte). Gerne würde ich dafür einen schönen Ort aufsuchen, der der Festlichkeit angemessen ist. Stattdessen schreibe ich wieder in meiner dunklen Schreib-Ecke, und auch der winterliche Wind pfeift wieder bedrohlich um die Hausecke. Weiterlesen
Ich wollte mich wieder mal an die Schreib-Maschine setzen, da ich in der Randstunde doch nichts Sinnvolles mehr zustande gebracht hätte. Jetzt ist die Zeit noch weiter fortgeschritten, und ich zweifle, ob es jetzt noch sinnvoll ist, an die Maschine zu sitzen. Nicht wegen der Zeit, sondern wegen der Offenheit. Weiterlesen
«Die Hitzephase endete mit einem Knall», so ähnlich haben wir es vor einigen Jahren erlebt. Jetzt erwarten wir etwas Ähnliches. Es soll zwar keine Gewitter-Zellen und darum Tornados geben, aber Starkregen ist angesagt. Weiterlesen
Kürzlich sassen wir bei einer Klassen-Zusammenkunft beieinander. Es war die erste seit vielen Jahren und wir waren neugierig, voneinander zu hören. Der eine war Koch geworden und er erzählte, wie er als Lehrling im Souterrain arbeiten musste. Das hat ihm damals zu schaffen gemacht. „Da oben“ sagte er, „da sitzen die feinen Leute. Die gehen ins Restaurant. Und hier unten bin ich und mache die ganze Arbeit. Ich kann nicht mal Gast sein in dem Restaurant, wo ich arbeite. Ich kann es mir nicht leisten.“ Oft habe er in seiner Lehrlingszeit gedacht: „Könnte ich doch zu denen da oben gehören!“ Weiterlesen
Die Wettervorhersage hatte eine Sturmwarnung herausgegeben. Man soll alles, was nicht niet- und nagelfest ist, befestigen. Es werde zwar kein neuer «Lothar», aber man solle sich vorsehen und nicht in den Wald gehen. Weiterlesen
Ich habe mich mittags hingelegt, nachdem ich letzte Nacht kaum schlafen konnte. Ich hörte die Nachrichten von den Kriegsfronten. Als ich das Radio ausstellte und so dalag, hatte ich die übliche Abwehr nicht und es traf mich tief, die Zerstörung an allen Fronten, das Elend der Menschen, die in den Trümmern sitzen. Auch nachts ist keine Ruhe vor Bomben und Raketen. Weiterlesen
Donald Trump stellt sich als Jesus dar – gibt das zu lachen oder zu denken? – Zu lachen gibt es, wenn man es als Ausdruck von Geltungssucht versteht, zu denken, wenn man die religiöse Herrscher-Tradition dahinter sieht und was diese anstellen kann. Weiterlesen
Jahrzehntelang war es ein Leuchtturm der Zivilisation. Nicht nur ein Kontinent wurde hier erobert, mit scheinbar unendlichen Reichtümern an Land und Menschen. Es war eine Formel für Meinungsfreiheit und für freie Ausübung der Religion. In der Freiheitsstatue von New York, die viele Einwanderer und Freiheitssuchende aus der ganzen Welt bei der Ankunft im Hafen begrüsste, ist es zu einem Symbol geworden: das freie Amerika, das leuchtende Amerika, «God’s own Country», wie die Pilgerväter einst dachten. Doch wie anders ist das Gesicht, das es der Welt heute zeigt! Weiterlesen
«Donald Trump hat wieder zugeschlagen». Nach den Nachrichten dieses Morgens hatte ich den Eindruck, dass die USA nicht nur «Probleme» hätten, die mit Wahlen und einer neuen Regierung behoben werden können. Ich hatte das Gefühl, das Uebel gehe tiefer. Und Bilder tauchten auf von einer Krankheit – als ob das Land entstellt sei – und von Dekadenz, weil nicht nur die Amtsinhaber zu versagen scheinen, sondern die Institutionen mit ihnen. Weiterlesen
