Schlagwortarchiv für: Erzählen

Es gibt Anzeichen für eine Rückkehr des mythologischen Erzählens in Kirche und Theologie. „Wer hat Angst vor dem Mythos?“, fragen Benjamin Hasselhorn und Mirko Gutjahr in „Zeitzeichen“ (2019, Nr. 3, S. 12 ff). Zuerst reibt man sich die Augen. War der Mythos nicht jahrzehntelang ein Pfui-Begriff in Kirche und Theologie? Weiterlesen

Wie kann ich mich in meinem Glauben vergewissern, dass Gott die Welt in Händen hält, wenn wir diese Welt aktiv zerstören? – Das ist das Thema einer theologischen Untersuchung.
Die Arbeit ist als „Download“ abrufbar. Hier der Anfang:

Am Anfang dieser Arbeit steht eine missglückte Predigt. Ich wollte die Beunruhigung angesichts einer weltweiten Zerstörung der Lebensgrundlagen aufgreifen und im Licht des Evangeliums nach einer Antwort suchen. Weiterlesen

In der Kirchengeschichte wurde immer nach einem Glauben gesucht, mit dem sich leben und sterben lasse. Der Tod, d.h. die Frage nach dem Leben und wie es gelingen kann, ist überhaupt eine der Hauptwurzeln der Religion.
Seit der „neolithischen Revolution“, ca. 15.000 vor Christus, war unsere Kultur landwirtschaftlich geprägt. Leben und Sterben wurden in Bilder aus dieser Kultur gedeutet und erfahren.

Das geht mir durch den Sinn, wenn ich sehe, dass einige Büsche am Bach entlang, wo ich gehe, ihre Samen mit Flaum durch die Lüfte treiben. Vor einigen Tagen hat die Getreide-Ernte begonnen. Wenn ich abends mit dem Fahrrad meine Runden drehe, sind einige Felder schon abgeerntet. Weiterlesen

Der Gegenwärtige, auf den wir warten, der schon gekommen ist

Wie können wir auf Gott warten, wenn er schon gekommen ist? – Wie kann Gott da sein, wenn die Welt noch im Argen liegt? – Fragen zum Advent

Jedes Jahr erwarten wir im „Advent“ die „Ankunft“ Gottes. Aber ist er nach der Aussage des Glaubens nicht in Christus schon gekommen? Ist er nicht auch „da“, wenn ich zu ihm bete? Die kirchliche Tradition spricht von einem „dreifachen Advent“. Sie unterscheidet einen Advent in „Memoria“ (in Erinnerung an sein Kommen in Jesus Christus), einen Advent in „Prophetia“ (in Erwartung seiner endgültigen Wiederkunft am Ende der Zeit) und einen Advent des „Mysteriums“: Das ist seine Gegenwart „jetzt“ im Heiligen Geist.

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Ein alter chinesischer Meister – wo habe ich die Erzählung gelesen? – lebte zurückgezogen auf einem Berg. Nur selten kreuzte ein Wanderer seinen Weg. Es genügte, dass er im Tal erzählte, da sei ein Einsiedler auf dem Berg, und Menschen machten sich auf den Weg. Sie suchten ihn auf und trugen seinen Namen hinaus. Der Berg wurde bekannt. Selbst Fürsten suchten jetzt seinen Rat. Ungern hörten sie seine höfliche Weigerung, an ihren Hof zu ziehen. Weiterlesen