Einträge von petwin

Grosses Erschrecken

Gestern Abend vor dem Fernsehgerät bin ich zwei Mal erschrocken. Und ich habe mich noch nicht wieder beruhigt. Es wird vielen so gehen, die das gesehen haben. So wird der Abend wohl etwas bewegen. Man kann darüber nicht einfach schlafen gehen. – Ein grosses Erschrecken und ein nachträglicher Widerruf!

Drei, vier Dinge

Bevor sich die Erinnerung verflüchtigt und alle Dinge sich ins Dingsda-Land zurückziehen, gehe ich nochmal durch meinen Garten. Da gibt es Kartoffeln, Sellerie und Karotten. Und diese kleinen Blümchen, die eingewandert sind. Wie heissen sie noch gleich?

Glaube als Paradox der Freude

Kann man Glauben lernen? Offenbar verlangt es, gegensätzliche Dinge zu vereinbaren. Der Mensch hat die Bedingungen seines Daseins nicht in der Hand. Er kann dieses also nicht herstellen oder kontrollieren, er kann nur dankbar das Geschenk des Lebens annehmen. Und doch sieht er sich aufgefordert, sein Leben zu verantworten, als ob er es in Händen […]

Eine Front für die Vernunft

Wenn ich vor das Haus gehe, ist es, wie wenn ich die Hand in den Backofen halte. Seit Mitte Juni löst eine Hitzewelle die andere ab, seit zwei Monaten ohne Unterbruch. Wann gibt das politische System ein Zeichen das es die Situation wahrnimmt? Wann zeigt es, dass es reagiert und den einzelnen nicht allein lässt? […]

Der einzelne – und was die Geschichte lenkt

Wer wird dem Klimawandel entgegentreten? Wer wird das Artensterben und die Bedrohung der Biosphäre aufhalten? – Zu meinen Lebzeiten haben sich nicht nur Ansichten und politische Ideologien geändert, sondern auch grundlegende Kategorien, in denen der Mensch und seine Welt angeschaut werden. Der «einzelne» ist so eine Kategorie, gegenüber der «Menge», das «Individuum» gegenüber der «Masse». […]

Widerlich und unnütz

Damals wollte ich nur noch widerlich und unnütz sein – als Gegenkraft zu dem „Braven Kind, das ich war. Dieses will sich die Anerkennung anderer Menschen holen, indem es ihre Erwartungen errät und vorauseilend befolgt. Widerlich sein zu können, das war eine Qualität, die mir fehlte. Wie bewundernswürdig ruht ein Mensch in sich selbst, der […]

Lasst uns einen Staat gründen!

Wenn es die Schweiz nicht schon gäbe, warum müsste man sie gründen? – Wegen des Übergangs über die Alpen! So fällt mir zuerst ein. Ein Gebirgsübergang mitten in Europa müsste offen sein und neutral verwaltet, damit keiner von einer Passage ausgeschlossen wäre. Dann gäbe es keinen Grund, diesen Übergang zu besetzen und für andere unpassierbar […]

Ein richtiges Leben

«Wie verhalte ich mich bei einem Waldbrand?» So heisst es in einer Nachrichtensendung aus der jüngsten Hitzeperiode. Das Leben ist seltsam geworden in unseren Breiten. Vieles ist uns näher gerückt, was wir früher mit fernen Ländern verbanden. Die Wiesen in unserem grünen Land sind dürr und braun geworden. Die Landschaft verändert sich.