Bei vielen Anlässen, auch in der Kirche, habe ich mit Menschen zu tun, die zwar eine Beziehung zu Gott haben, aber nicht zu Jesus Christus. Eigentlich ist Christus nicht schwer zu vermitteln, wenn wir auf uns selber hören. Alles in uns strömt ihm entgegen – das Evangelium ist wie die Antwort zu den Fragen, die wir in uns selber tragen. Weiterlesen
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Der Evangelist Markus erzählt die Geschichte einer Heilung. Da war eine Frau, die hatte viel gelitten unter vielen Ärzten und ihr ganzes Vermögen ausgegeben. „Aber es hatte ihr nichts genützt, es war nur noch schlimmer geworden mit ihr. Als sie nun von Jesus hörte, kam sie im Gedränge von hinten an ihn heran und berührte seinen Mantel.“ (Mk 5,25ff) Weiterlesen
Ich habe mit den Kindern den Film „Sams“ gesehen. Da ist der schüchterne Mann und sein Gegenpol, das Sams, ein Kobold – er ist durch Sprachartistik entstanden, wie es introvertierte Menschen lieben, als das, was dem „Sams-Tag“ den Namen gibt. Weiterlesen
Sollte auch der Widerstand zu etwas nütze sein? Wäre das nicht verlorene Liebesmüh, wenn wir wieder und wieder an einer Frage scheitern? Lässt sich noch etwas lernen, was der Erfolg uns nicht beibringen kann? Werden wir hier vielleicht noch danke sagen, wo wir so oft schon verzweifeln wollten? Weiterlesen
„Du bist schön, spricht der Herr, du bist schön!“ Eine alte Frau geht vor mir auf dem Weg. Viele ihrer alten Nachbarn und Bekannten von früher sind gestorben. Es sind wenige geworden, mit denen sie noch Kontakt hat.
„Du bist schön, spricht der Herr, du bist schön!“ Er ist 70 Jahre alt geworden, „mongoloid“ wie man früher sagte. Er hat nie was zur „Wertschöpfung“ beigetragen. Er lebte in der Familie seiner Tante, und als diese starb, bei seinem Bruder. Als dieser starb sorgte die Schwägerin für ihn. Es war nie leicht, immer für ihn da zu sein. Aber alle vermissen ihn, seitdem er gestorben ist. Weiterlesen
Nach Ostern erleben wir oft einen Rückfall. Die Hochstimmung geht verloren. Wir fühlen uns zurückgestossen, als ob es kein Ostern gegeben hätte. Es braucht nur einen Auslöser, eine bestimmte Begegnung, und es weckt alte Erinnerungen wieder auf an vergangene Zeiten. Weiterlesen
Was beweist denn das Kreuz? Ist Gott hier besiegt? Oder kennt Gott eine andere Weise zu siegen als durch Auftrumpfen und Gewalt? Weiterlesen
Spott und Hohn spielen in der Bibel eine grosse Rolle und werden in der Passionszeit besonders bedacht. Das dürfte eine Gesellschaft interessieren, die die mediale Blossstellung zu einem Mittel gemacht hat, mit der Massen auf Linie gebracht und kontrolliert werden. Weiterlesen
Spott und Hohn – und deren Kehrseite Scham und Schande – gehören wesentlich zur Passion. Im Alten Testament klagen die Psalmen über den Spott («Versengt wie Gras und verdorrt ist mein Herz. Den ganzen Tag verhöhnten mich meine Feinde.» Ps 102). Die Propheten werden verhöhnt, die Armen, ja das ganze Volk erleidet den Spott der Feinde. Im Neuen Testament wird es zu einer Kreuzwegstation, die in der kirchlichen Musik und Malerei intensiv bedacht wird. So kommt es zu einer Umkehr der Werte. Was Inbegriff der Schande ist, wird gewürdigt. Spott und Hohn werden geradezu geheiligt, weil sie als Leidensweg das Heil hervorbringen. Weiterlesen
Heute Morgen hab ich mir den Text zur Markuspassion angehört. In Erinnerung geblieben ist mir die Frage Jesu: «Simon, schläfst du?» (Mk 14,37). Ich will sie mit mir in den Tag nehmen. Ich fühlte mich ertappt. Die Frage trifft vieles, das mich ausmacht und mein Leben. Christus schwitzt Blut und ich schlafe. Die Menschen leiden bis ins Extrem und ich schlafe. Ich will schlafen. Ich schlafe nicht den Schlaf des Gerechten, ich stopfe mir die Augen und Ohren zu. Ich fühle mich überfordert von dem, was zu tun wäre, wenn ich wach wäre, wen ich hören würde, wenn ich sehen würde, wenn ich empfinden würde. So aber kann ich sagen, ich hätte geschlafen. Ich habe es nicht gewusst. Weiterlesen
