Soll man heute noch von Gott erzählen? Das Christentum scheint verdunstet, Religion hat eine schlechte Presse. Vielleicht muss man sich vom Erfolg emanzipieren, nicht mehr auf das Echo schielen. Die Motive müssen von anderswo kommen. Daran erinnert Hermann Hesse, wenn er berichtet, warum er überhaupt noch schreibt. Weiterlesen
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Alles ist schon für Weihnachten geschmückt, alles schaut schon voraus auf das Ziel. Dabei wird übersprungen, um was es dem Advent geht. Es ist eine eigene Zeit, hat einen eigenen Sinn in Kirchenjahr und im Leben. Wir leben nicht vom Ende her, sondern vom Anfang. Wenn wir wissen, wie es ausgeht, ist die Spannung aus der Geschichte. Wenn wir den Antwort auf eine Lebensfrage wissen, wird alles Vorherige weniger wichtig. Aber wir kennen das Ende nicht, unsere Fragen beschäftigen uns mit ihrem ganzen Gewicht. Weiterlesen
Man will immer Kirche machen mit denen die gehen. Das sind ganze Völkerschaften. Man will nie Kirche machen mit denen die kommen. Das sind auch Völkerschaften. Weiterlesen
Diesen Oktober jährt sich zum 100. Mal der «Marsch auf Rom», die Machtübernahme der Faschisten in Italien. Auch die Bibel kennt einen Marsch auf eine Hauptstadt zu, auch sie kennt eine Machübernahme, aber sie erzählt sie anders. Weiterlesen
Beten, zumal öffentliches Beten, scheint seine Zeit hinter sich zu haben. Der Bettag, den die Kirchen im Herbst feiern, geht zurück auf eine Anordnung des Obrigkeits-Staates. In einer Krise sollte Gott um Beistand gebeten werden. Vielleicht hat das Beten aber auch eine Zeit vor sich? Es muss nicht nur ein angstvolles um-Hilfe-Rufen sein. Weiterlesen
Es ist manchmal nicht zum Zuschauen, wenn wir andere Leute sehen: wie sie sind, was sie tun, wie sie ihre Kinder erziehen! Und der Ärger schafft sich Luft, wir tuscheln mit unseren Nachbarn. Selber wollen wir aber nicht kommentiert werden. Wir wissen doch, wie schwierig das Zusammeneben ist, wenn man sich dauernd beobachtet fühlt von bösen Augen. Weiterlesen
Unser Töchterchen ist jetzt bald ein Jahr alt. Sie hat sechs Zähne, geht an einer Hand und sagt „Papa“. Sie ist von einer fast unerschütterlichen Lebensfreude und Kontaktoffenheit. Weiterlesen
Es gibt heute ein grosses Suchen bei den Menschen, eine grosse Bereitschaft zum Glauben. Man spricht sogar von einer neuen „religiösen Welle“. Viele Menschen lassen sich leiten von ihren Ahnungen, sie sind auf einem Weg zu Gott. Weiterlesen
Die Wirklichkeit ist nicht nur das, was wir auf unserem Weg erleben: all die Bruchstück und unfertigen Anfänge, all der gute Wille und das häufige Scheitern. Weiterlesen
Es ist eine Haltung
Wer Vertrauen hat, der ist nicht einfach nur ein Optimist, der im Gegensatz zu einem Pessimisten eine fröhlichere Natur hat. Er ist nicht einfach nur naiv und blauäugig und macht sich über die wirkliche Welt noch Illusionen, weil er noch nicht erfahren hat, wie sehr das Leben verletzen kann. Weiterlesen
