Schlagwortarchiv für: Passion

Apokalypse und jüngstes Gericht

Der Jubel der Gerechtfertigten, den man in der Apokalypse hört, der ist bereits im ersten Testament zu finden. Lange haben sie gewartet, gelitten und „eingesteckt“. Alles haben sie Gott anvertraut, damit er endlich „aufsteht“ und sich als Richter erweist, dass er eingreift und Recht schafft. Weiterlesen

Versöhnung für die Opfer der Geschichte

Dritter Tag der Ausgangssperre. Draussen ist Frühling, die Blüten schiessen heraus, als ob die Büsche explodieren wollten. Die Regierung hat ältere Menschen wegen der Pandemie aufgefordert, das Haus nur für Einkäufe oder dringende Arztbesuche zu verlassen.

Ich beschäftige mich mit Apokalypse. Ist das eine Beschäftigung für eine solche Zeit?

Es geht mir nicht um Angstbilder, im Gegenteil. Apokalyptik ist eine antike Geschichts-Theorie, die nach der Versöhnung fragt – nicht nur im individuellen Massstab, sondern geschichtlich.

Da geht es um die Unterjochung von ganzen Völkern, um Vertreibung, Völkermord, Exilierung. Und da auch die grossen Reiche untergehen und von andern, noch grösseren aufgefressen werden (Assyrien, Babylonien, Perser, Griechen, Römer…) – was bestimmt Aufstieg und Niedergang der Reiche?

Kann man die Intuition auf Gerechtigkeit damit in Verbindung bringen? Gibt es Gerechtigkeit nicht nur im Kramladen, wo es um rechte Bezahlung geht, gibt es das auch, wenn man ein ganzes Leben anschaut, das Leben eines Volkes? Gibt es Gerechtigkeit für die Unterjochten?

Die Apokalyptik ist der spannende Versuch, all diese Fragen zu beantworten.

 

Foto pexels
Das Streiflicht «Apokalyptik – Geschichtstheologie in schwerer Zeit» findet sich auf der Menüleiste mit weiteren Beiträgen.

Bergpredigt und Apokalypse scheinen verschiedenen Welten anzugehören. Der Kontrast fällt sofort auf. Und das wird der Kirche oft zum Vorwurf gemacht: Sie vertritt eine Lehre voller Sanftheit, aber die Offenbarung steckt voller Gewalt. Da wird getötet, in die Hölle gestürzt, ins Feuer geworfen, da sind grausame Strafen. Weiterlesen

Nähert man sich der Bibel von aussen, könnte man sagen: Sie zeigt den Menschen und seine Geschichte in einem hellen Bild und in einem dunkeln Bild. Das eine ist die Bergpredigt und ihr Ruf: «Liebet eure Feinde!». Das andere ist die Apokalypse mit ihrem Bild vom Endgericht. Weiterlesen

«Das öffentliche Leben in der Schweiz kommt nahezu zum Stillstand», titelt der «Tages-Anzeiger» am 14. März 2020. «Jetzt kommt es auf uns alle an», schreibt die «Neue Zürcher Zeitung». Weiterlesen

Die «Quarantäne», wegen des Corona-Virus in aller Munde, leitet sich ab vom lateinischen Wort «quadraginta» (vierzig). «Eine um 1400 aufgekommene Reisesperre für seuchenverdächtige Ankömmlinge – Venedig verbot bereits 1374 die Hafeneinfahrt für pestverdächtige Schiffe – bezeichnete man in Italien als quaranta giorni.» (Wikipedia) Weiterlesen

Ich versuche, Geschichten zu finden, die verstehbar machen, was das ist: Erlösung. Ich spüre – viel wichtiger ist die innere Gewissheit, dass Er da ist. Das kommt nicht durch Geschichten, das kommt an gewissen Punkten des Lebens – oft an Tiefpunkten, ganz unerwartet – wie am Karfreitag. Das werden dann Wendepunkte im Leben – wie Ostern. Dann stellt sich auch die Glaubensfreude ein. Weiterlesen

Mein Reich ist nicht von dieser Welt

„Was ist Wahrheit?“ Pilatus spricht seinen berühmten Satz, berühmt darum, weil hier nichts entschieden ist. Das ist keine Wahrheit, die man unbeteiligt zur Kenntnis nehmen kann. „Aha, so läuft es in der Welt.“ Und je nachdem kann man sich einrichten. Am besten auf Seiten der Sieger. Weiterlesen

Was ist das Wichtigste in der Bibel? – So gefragt, antwortet der eine vielleicht: die Bergpredigt, weil sie das Neue und Umstürzende der Botschaft Jesu zusammenfasst. Ein anderer denkt an das Unser Vater oder den Psalm 23. Diese Gebete leihen dem Menschen eine Sprache. Mit ihrer Hilfe können sie ihr ganzes Dasein vor Gott bringen und finden Ruhe und Zuversicht. Weiterlesen

In der Kirchengeschichte wurde immer nach einem Glauben gesucht, mit dem sich leben und sterben lasse. Der Tod, d.h. die Frage nach dem Leben und wie es gelingen kann, ist überhaupt eine der Hauptwurzeln der Religion.
Seit der „neolithischen Revolution“, ca. 15.000 vor Christus, war unsere Kultur landwirtschaftlich geprägt. Leben und Sterben wurden in Bilder aus dieser Kultur gedeutet und erfahren.

Das geht mir durch den Sinn, wenn ich sehe, dass einige Büsche am Bach entlang, wo ich gehe, ihre Samen mit Flaum durch die Lüfte treiben. Vor einigen Tagen hat die Getreide-Ernte begonnen. Wenn ich abends mit dem Fahrrad meine Runden drehe, sind einige Felder schon abgeerntet. Weiterlesen