Ich glaube, ich kann vieles, was Sie mir im Brief erzählen, aus dem eigenen Leben nachvollziehen. Ich trage aus meiner Kindheit nicht jene Sicherheit des Daseins in mir, die aus guten, stärkenden Beziehungen stammt. Ich muss lernen, mir die Anerkennung selber zu geben, die ich aussen suche, die Wärme, das Schützende, das Väterliche und das Mütterliche. Ich finde das Vertrauen zu dieser Welt, das Gefühl, in dieser Wirklichkeit gehalten und geborgen zu sein, nicht selbstverständlich in mir. Darum ist es zu einem Lebensthema für mich geworden. Weiterlesen
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Zum Advent
Seit ich älter werde habe ich mehr Freude an dem Brauchtum um Advent und Weihnachten. Ein von den Kindern gebastelter Adventskalender, Guetsli backen, die Frage „was wünscht du dir denn zu Weihnachten?“, einen Baum schmücken… Die Kinder haben es mir nähergebracht. Als junger Mann war ich eher auf der rationalen Seite. Mehr und mehr ist es aber auch von Wehmut umgeben, seit es spürbar wird, dass die Kinder bald ausziehen werden. Sie sind gross geworden. Die Bräuche sind gefüllt mit Erinnerungen an schöne Familienanlässe. Und diese Zeit geht vorbei. Weiterlesen
Es ist Sommer, eine Zeit voller Stimmungen und Gerüche. Wenn man mit dem Fahrrad unterwegs ist, trifft einen plötzlich ein schwerer süsser Duft von den Gärten her. Man möchte anhalten, dem Tempo des Alltags widerstehen. Weiterlesen
Das grösste Wunder von Weihnachten ist nicht, dass es Erlösung gibt. Das begreifen wir, dass wir Menschen mit Fragen leben, die wir nicht alleine lösen können. Das kennt jeder aus seinem eigenen Leben. Immer wieder geschieht uns das: wir stehen an einem Berg an und kommen allein nicht weiter. Weiterlesen
Was Herodes in der Weihnachtsgeschichte verbrochen hat, weiss jedes Kind. Weniger bekannt ist, was hernach geschah. Weiterlesen
Der Advent liebt unmögliche Geschichten, denn das sind die Geschichten, die Gott gehören. Im Advent geht es um die Probleme, die zu gross sind für uns. Weiterlesen
Wie willst Du erzählen, wenn Du selber nicht hörst?
Wie willst Du andere trösten, wenn du selber ohne Trost bleibst?
Wie willst du Glauben wecken, wenn du selber nicht vertraust?
Die Botschaft von Weihnachten gehört dir nicht. Sie ist dir nur anvertraut. Weiterlesen
In vielen Haushalten mit Kindern hängt er wieder, der Adventskalender. Er ist noch ungeöffnet. 25 Türen hat er, 25 Schritte sind es bis zu Weihnachten. Das weckt die Vorfreude. Was im 25. Törchen erscheint, ist schon bekannt, aber der Weg dazu, das ist noch offen. Das Ziel, auf das alles hinstrebt, das wissen wir schon, aber nicht, was uns auf dem Weg erwartet. Weiterlesen
In Erinnerung an den zu früh verstorbenen Bruder
Ab und zu gehe ich mit einem Kollegen wandern. Er ist älter als ich. Einmal waren wir wieder zusammen unterwegs, es war in der Adventszeit. „Wenn ich in dieser Zeit unterwegs bin, erinnert mich das immer an das Krippenspiel, das wir als Kinder aufführten“, erzählte er. „Es gab viel zu viele Kinder und viel zu wenig Rollen. Weiterlesen
Der Gegenwärtige, auf den wir warten, der schon gekommen ist
Wie können wir auf Gott warten, wenn er schon gekommen ist? – Wie kann Gott da sein, wenn die Welt noch im Argen liegt? – Fragen zum Advent
Jedes Jahr erwarten wir im „Advent“ die „Ankunft“ Gottes. Aber ist er nach der Aussage des Glaubens nicht in Christus schon gekommen? Ist er nicht auch „da“, wenn ich zu ihm bete? Die kirchliche Tradition spricht von einem „dreifachen Advent“. Sie unterscheidet einen Advent in „Memoria“ (in Erinnerung an sein Kommen in Jesus Christus), einen Advent in „Prophetia“ (in Erwartung seiner endgültigen Wiederkunft am Ende der Zeit) und einen Advent des „Mysteriums“: Das ist seine Gegenwart „jetzt“ im Heiligen Geist.
