Haben Warnungen Folgen? Ende Juni ist in Seoul ein Warenhaus eingestürzt und hat über 1.000 Menschen unter seinen Trümmern begraben. Am Vortag hatte das Personal Risse in den Stützpfeilern und in der obersten Decke gefunden. Die staatliche Bauaufsicht warnte darauf die Geschäftsleitung, dass das ganze Gebäude zusammenbrechen könnte. Nichts geschah. Weiterlesen
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Es könnte einer auf die Idee kommen, es gebe eine «heimliche Kirche» und diese sei gestiftet von Nikodemus oder von Josef von Arimathäa. Denn diese widersprachen den Autoritäten ihrer Zeit und sie schützten sich, indem sie bei Nacht zu Jesus kamen und im Geheimen. Viele könnten sich darin wiedererkennen, die sich von der Mehrheitskirche nicht anerkannt fühlen oder sie insgesamt verwerfen. Weiterlesen
„Was tust du für ein Zeichen, damit wir sehen und dir glauben?“ fragen die Umstehenden Jesus. Es geht um Glauben. Sie wollen sehen, damit sie glauben können. Ein Zeichen, wie damals beim Auszug aus der Sklaverei, als Gott den Vätern Manna zu essen gab. Weiterlesen
Etwas herstellen, erzeugen, das ist ein menschliches Verhalten, das die Wirtschaft und das ganze Leben prägt. Die Antike stellte daneben das Handeln, ein Verhalten, das nicht auf Herstellen aus ist, aber auf Lebensvollzug. Das Grösste im Leben, das wird aber nicht hergestellt, das liegt ausserhalb der Grenzen des menschlichen Handelns. Das können wir nur schauen, so sagte einst Aristoteles. Weiterlesen
Ich rede vom «Weg» des Glaubens, als ob man darauf gehen könnte, eine Stunde, zwei Stunden. „Wie weit ist es noch um Ziel?“ Aber es ist kein Wanderweg. Mir scheint, ich hätte es noch nie geschafft, mehr als zwei, drei Schritte hintereinander auf diesem Weg zu gehen. Verdient er es da noch, ein Weg zu heissen? Aber diese zwei, drei Schritte haben mich weiter gebracht als alle Anstrengung zwischendrin, als ich nicht auf diesem Wege ging. Weiterlesen
Christus betet im Garten Gethsemane. Botticelli hat das Bild gemalt. Ein Engel reicht ihm den Kelch. Unten sieht man die Jünger, die schlafen. Es ist ein Bild der Passions-Geschichte, aber er hat dieses Bild kombiniert mit dem Motiv des „hortus conclusus“. Der Garten ist eine Felsplatte, über den Rest erhoben. Und er ist von einem Gartenhag umgeben. Weiterlesen
Die ersten Osterglocken sind schon da. Sie wecken die Erinnerung an die Osterfeste, wie wir sie früher gefeiert haben: Es ist Sonntag, eine warme Sonne scheint, wohltuend nach der lagen Winterkälte. Die Kinder sind im Garten und suchen zwischen Frühlingsblumen ihr Oster-Nestchen. Der Garten ist ein Bild des Friedens. Die Familie ist beisammen. Frieden und Glück blühen auf. Weiterlesen
Im Zentrum der Passion steht der Tod Christi, der auch als Opfer bezeichnet wird.
Das ist ein starker Begriff, und er kann auch Unheil anrichten. Darum ist er heute umstritten. Es gibt Richtungen, die wollen überhaupt nicht mehr von einem Opfertod sprechen. Weiterlesen
Alles wiederholt sich. Die Zeit bleibt immer gleich. Das ist uns am liebsten. Dann können wir die immer selben Antworten geben, die wir schon eingeübt haben. Andererseits verpassen wir auch vieles. Die Chance, auf die wir gehofft haben, kommt so nie, weil immer nur das Alte abgespult wird. Die Veränderung, die wir doch auch brauchen, bleibt aussen vor. Weiterlesen
Im Kunstmuseum gibt es das Bild einer Madonna, die das Christkind auf den Armen hält. Und in der Hand hält das Kind einen kleinen Vogel. Weiterlesen
