Schlagwortarchiv für: Kirchenjahr

Ein Zeitungs-Artikel diese Woche führte die Überschrift: „Die Regierung fühlt sich ohnmächtig.“ Es ging um die Doha-Konferenz zur Klima-Veränderung in diesen Wochen. Experten sagen, das Zwei-Grad-Ziel sei schon verfehlt, also die Verhinderung eines Temperaturanstieges, bevor irreversible Mechanismen in Gang kommen. Wir gingen auf Erfahrungen zu, die für die menschliche Zivilisation bisher unbekannt seien. Weiterlesen

Über «Dreifaltigkeit» kann man sich aufregen: wie kann das sein, dass «eins» zugleich «drei» ist? Ich freue mich, dass es drei Wege gibt, wie ich Gott erfahren kann: als Schöpfer, als Erlöser und als Tröster. Weiterlesen

Die Sagen der Völker kennen einen Jungbrunnen, wo alte Menschen wieder jung werden und schwache wieder stark. Das erste Testament erzählt vom Propheten Ezechiel. Der Geist zeigt ihm ein Feld voller Totengerippe. «Siehe, jetzt sprechen sie: Unsere Gebeine sind verdorrt, und unsere Hoffnung ist verloren, und es ist aus mit uns. Siehe, ich will meinen Geist in euch geben, dass ihr wieder leben sollt.» Weiterlesen

Heute noch kann man festliche Pfingstmusik hören, die auf eine Melodie aus dem 9. Jahrhundert zurückgeht. Ein Mönch in St. Gallen hat sie damals gedichtet und vertont. Er konnte leider nicht gut reden, er stotterte beim Reden, und darum gab man ihm den Übernamen Notker, der Stammler. Weiterlesen

Früher gab es feierliche Flurumgänge. Man umschritt das Dorf, die Felder, um sie zu schützen. So wird alles bewahrt, von dem man lebt. Was müsste man heute umschreiten? Was gehört zu der heutigen Welt, von der wir leben? Wie umschreitet man eine ganze Welt? Der «Sonntag Rogate» im Mai hat darauf eine Antwort. Weiterlesen

Im alten China gab es ein Musik-Instrument, eine Art Laute, die war so gebaut, wie man sich die Welt vorstellte. Da war die Erde nachgebildet im Boden des Instruments. Darüber wölbte sich der Himmel, nachgebildet in der Rundung des Schallkörpers. Darüber waren fünf Saiten gespannt, nach den fünf Elementen, aus denen nach damaliger Auffassung der ganze Kosmos besteht. Weiterlesen

Die Kirche tut sich schwer mit dem Tag der Arbeit. In den Arbeitskämpfen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts hat sich die Arbeiterschaft unter dem Einfluss religionskritischer Bewegungen organisiert. „Religion ist Opium für das Volk!“ soll Karl Marx gesagt haben. Umgekehrt war die Kirche mit traditionellen Schichten verbunden und lehnte das sozialistische und kommunistische Gedankengut ab. Das hat ihr später den Vorwurf eingetragen, sie habe im 19. Jahrhundert «die Arbeiterschaft verloren». Weiterlesen

Der Bauer schickt den Jockel aus

«Es gibt keinen Gott», sagen die Spötter, «er tut ja nichts». Dass Gott oft nicht spürbar ist, das wissen auch die Gläubigen, das hat sie schon in der Bibel beschäftigt und immer wieder in der Glaubensgeschichte. Eine Antwort gibt das Judentum in einer Kindergeschichte, die auch im Christentum bekannt und beliebt geworden ist, hier unter dem Titel: „Joggeli söll ga Birli schüttle“ (in der Schweiz) oder «Der Bauer schickt den Jockel aus» (in Deutschland). Weiterlesen

Quasimodo: So heisst das Ungeheuer, das in der Kirche lebt. Ältere erinnern sich an das Buch „Der Glöckner von Notre-Dame“ von Victor Hugo, das früher viel gelesen wurde, oder an seine Verfilmung. Als Kind wurde er ausgesetzt, auf die Treppe der Kirche gelegt. Und weil das am Tag „quasimodo geniti“ geschah, gab der Ziehvater ihm den Namen Quasimodo. Weiterlesen

Und sie wunderten sich sehr

Unglaube kann sehr hilfreich sein. Auch an Ostern. Der Evangelist Lukas jedenfalls, wenn er von Ostern erzählt, berichtet nicht vom Glauben der Jünger, im Gegenteil, er erzählt drei Mal von ihrem Unglauben. Offenbar ist das so gewollt. Offenbar hat das einen Sinn. Weiterlesen