Wenn wir heute Auferstehung feiern, dann sieht das aus wie nichts – verglichen mit den Kriegsmeldungen aus der Zeitung. Die Christen, die an Auferstehung glauben, das wirkt wie ein kleines Häuflein von Menschen – gegenüber dieser Gewalt, die hier entfesselt wird. Weiterlesen
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Gott offenbart sich, sagt man. Aber sein Offenbaren gleicht manchmal mehr einem Verbergen. Weiterlesen
Wir haben den Film „Melinda und Melinda“ von Woody Allen gesehen. „Ist es eine Tragödie? Ist es eine Komödie? Es liegt im Auge des Betrachters.“ Die Rahmen-Erzählung handelt von zwei Schriftstellern, die sich über diese Frage streiten. Ist das Leben zum Lachen oder zum Weinen? Es lässt sich so oder anders erzählen. Weiterlesen
Der Bauer schickt den Jockel aus
«Es gibt keinen Gott», sagen die Spötter, «er tut ja nichts». Dass Gott oft nicht spürbar ist, das wissen auch die Gläubigen, das hat sie schon in der Bibel beschäftigt und immer wieder in der Glaubensgeschichte. Eine Antwort gibt das Judentum in einer Kindergeschichte, die auch im Christentum bekannt und beliebt geworden ist, hier unter dem Titel: „Joggeli söll ga Birli schüttle“ (in der Schweiz) oder «Der Bauer schickt den Jockel aus» (in Deutschland). Weiterlesen
Quasimodo: So heisst das Ungeheuer, das in der Kirche lebt. Ältere erinnern sich an das Buch „Der Glöckner von Notre-Dame“ von Victor Hugo, das früher viel gelesen wurde, oder an seine Verfilmung. Als Kind wurde er ausgesetzt, auf die Treppe der Kirche gelegt. Und weil das am Tag „quasimodo geniti“ geschah, gab der Ziehvater ihm den Namen Quasimodo. Weiterlesen
Und sie wunderten sich sehr
Unglaube kann sehr hilfreich sein. Auch an Ostern. Der Evangelist Lukas jedenfalls, wenn er von Ostern erzählt, berichtet nicht vom Glauben der Jünger, im Gegenteil, er erzählt drei Mal von ihrem Unglauben. Offenbar ist das so gewollt. Offenbar hat das einen Sinn. Weiterlesen
Christus betet im Garten Gethsemane. Botticelli hat das Bild gemalt. Ein Engel reicht ihm den Kelch. Unten sieht man die Jünger, die schlafen. Es ist ein Bild der Passions-Geschichte, aber er hat dieses Bild kombiniert mit dem Motiv des „hortus conclusus“. Der Garten ist eine Felsplatte, über den Rest erhoben. Und er ist von einem Gartenhag umgeben. Weiterlesen
Die ersten Osterglocken sind schon da. Sie wecken die Erinnerung an die Osterfeste, wie wir sie früher gefeiert haben: Es ist Sonntag, eine warme Sonne scheint, wohltuend nach der lagen Winterkälte. Die Kinder sind im Garten und suchen zwischen Frühlingsblumen ihr Oster-Nestchen. Der Garten ist ein Bild des Friedens. Die Familie ist beisammen. Frieden und Glück blühen auf. Weiterlesen
Gott ist gnädig, so sagen wir in der Kirchensprache. Ist er auch gerecht? Wenn wir die Welt anschauen, fragen wir uns manchmal, ob es gerecht zugeht. Und wir empfinden das Bedürfnis nach Gerechtigkeit. Wir brauchen sie nicht für uns. Aber wir sehen es bei anderen: dass sie leiden müssen, dass sie niemanden haben, der sie hört, der ihnen hilft. Und das tut uns in der Seele weh. Weiterlesen
Manchmal sitzt man da und denkt an sein Leben. Aus dem Nebenzimmer hört man Geräusche vom Mann oder von der Frau, die etwas arbeiten. Auf der Anrichte stehen die Fotos der Kinder und Enkel. Die Zeit ist schnell vergangen. Man begreift gar nicht, wo sie geblieben ist…
