Wer ist schuld am Artensterben, an der Klimakrise? Sicher nicht die Generation, die jetzt geboren wird. Sind wir es also, die Älteren? Oder sind es unsere Vorfahren? Weiterlesen
Das Ganze
„Was ist das?“ fragte ich unsere kleine Tochter, als sie einen Kreis auf ein Papier malte. „Alles“, sagte sie. – Schon kleine Kinder haben ein Bedürfnis nach Orientierung. Sie brauchen eine Karte von „allem“, wo sie sich verorten können. So auch die Erwachsenen. Weiterlesen
Die Bibel erzählt 1000 Geschichten, in denen sich die Hörer wiedererkennen können, vor allem das Alte Testament. Das Neue Testament ist dünner, erzählt weniger. Seine Zentralgestalt, Jesus Christus, wurde ja nur wenig über 30 Jahre alt. Die Bibel erzählt nicht, wie er das Alter erlebte. Wir erfahren nichts über das Berufsleben. Über eine Partnerschaft ist nichts zu hören. Weiterlesen
Die Rehabilitierung der Religion aus dem Geist der Aufklärung
Wer den Begriff „Tabu“ bei „Google“ eintippt und sich durch die Einträge klickt, dem fällt auf: Das Wort Tabu wird meist negativ verwendet, „Tabu-Bruch“ positiv. Das folgt dem aufklärerischen Erzählmuster vom Aufheben vormoderner Mythen und Denk-Verbote. Die gesellschaftliche Entwicklung wird als Prozess zunehmender Entmythologisierung und Enttabuisierung geschildert und die Begründungs- und Legitimationsforderung wird gestellt. Weiterlesen
Mein Reich ist nicht von dieser Welt
„Was ist Wahrheit?“ Pilatus spricht seinen berühmten Satz, berühmt darum, weil hier nichts entschieden ist. Das ist keine Wahrheit, die man unbeteiligt zur Kenntnis nehmen kann. „Aha, so läuft es in der Welt.“ Und je nachdem kann man sich einrichten. Am besten auf Seiten der Sieger. Weiterlesen
Ist die Bergpredigt lebbar?
Zum Palmsonntag 2019
Im Radio diskutierten sie über Religionen, ob es erlaubt sein soll, religiöse Symbole in der Schule zu zeigen. Ein Teilnehmer zeigte sich sehr kritisch, aber eines nimmt er aus von dieser Kritik, das Gebot: „Liebe deine Feinde!“ Darin sieht er ein Geschenk an die Menschheit. Weiterlesen
Die Kräuterhexe
Weil das mythologische Erzählen in der Kirche lange verpönt war, hat diese den Schatz ihrer Traditionen beschnitten und nur weitererzählt, was historisch oder durch die Erfahrung zu beglaubigen war. Die Verkündigung büsste so an Leben ein und die Menschen sahen sich nach andern Quellen um, die die Phantasie mehr ansprachen und die die Intuition eines gelingenden Lebens besser aufnehmen konnten. Die „Kräuterhexe“ ist das Beispiel eines selbsterfundenen „Mythos“, der Geborgenheit vermitteln soll. Weiterlesen
Es gibt Anzeichen für eine Rückkehr des mythologischen Erzählens in Kirche und Theologie. „Wer hat Angst vor dem Mythos?“, fragen Benjamin Hasselhorn und Mirko Gutjahr in „Zeitzeichen“ (2019, Nr. 3, S. 12 ff). Zuerst reibt man sich die Augen. War der Mythos nicht jahrzehntelang ein Pfui-Begriff in Kirche und Theologie? Weiterlesen
Was ist das Wichtigste in der Bibel? – So gefragt, antwortet der eine vielleicht: die Bergpredigt, weil sie das Neue und Umstürzende der Botschaft Jesu zusammenfasst. Ein anderer denkt an das Unser Vater oder den Psalm 23. Diese Gebete leihen dem Menschen eine Sprache. Mit ihrer Hilfe können sie ihr ganzes Dasein vor Gott bringen und finden Ruhe und Zuversicht. Weiterlesen
Gottfried Keller über unser Verhältnis zur Natur
Gottfried Keller (1819 – 1890), der dieses Jahr seinen 200. Geburtstag feiern könnte, schreibt im Alter ein Gedicht über Spinnen. Es wird ihm zu einem Bild für unser Verhältnis zur Natur. Weiterlesen
