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Was soll uns Metaphysik?

Wer sich für Gott und Glaube interessiert, muss sich um «Metaphysik» nicht kümmern. Wichtig ist es aber, wenn es um die öffentliche Anerkennung geht: ob man dem überhaupt eine Wahrheit zubilligt, ob man Gott nicht überhaupt bestreitet und Religion verabschiedet, weil ihnen keine Wirklichkeit zukomme.

So kann sich Glaube nicht nur mit einer gelebten Praxis begnügen und die Frage beiseitelassen, ob Staat und Gesellschaft, ob die Kultur, in der man lebt, dem überhaupt eine Wirklichkeit zubilligt. Andernfalls ist es schwer, Kirche zu sein oder auch nur, als Einzelkämpfer seinem persönlichen Glauben anzuhängen. Heute wird Metaphysik wieder vermehrt diskutiert, ich nehme es als Anlass, verschiedene Beiträge aus diesem Blog in einem Streiflicht zusammenzufassen. Weiterlesen

Ein Weg beginnt

So beginnt etwas, so geschieht das Zum-Glauben-Kommen oft. Da war etwas, was nicht weiterführte, eine Krise, ein Stück Weg, das man nicht gestalten konnte, weil die Logik des bisherigen Lebens da nicht durchführen konnte. Und wenn es vorbei ist, ist da eine neue Grundlage, eine neue Logik hat sich etabliert. Es ist wie eine neue Geburt, ein neuer Anfang. Und es ist der Anfang eines gemeinsamen Weges. Das Ich hat das Du gefunden. Es beginnt ein inneres Gespräch, ein Leben im Gebet. Weiterlesen

Das Buch Hiob, ein Weisheitsbuch des Alten Testamentes, fügt die Hiob-Tradition in eine Rahmenhandlung ein. Bevor das Drama um Heil und Unheil beginnt, treffen sich die himmlischen Mächte vor dem Vorhang und es entspannt sich ein Dialog zwischen Gott und Teufel. (Goethe wird das später imitieren, er setzt vor das Faust-Drama einen «Prolog im Himmel».) Weiterlesen

Was ich erlebe, muss ich als „Versuchung“ nehmen, statt den Mut sinken zu lassen. Es ist eine Herausforderung, die man annehmen kann. Da es hinterrücks erfolgt, fühle ich mich passiv-leidend. Ich muss zur Aktivität finden. Die Passion zu meditieren reicht nicht, um es aufzuarbeiten. Weiterlesen

Wo ist das zu finden, worauf wir hoffen, von dem wir leben? Gilt das nicht mehr, worauf wir uns ein Leben lang stützten? Die Demontage von Recht und Wahrheit, das ist zynischer Sprachgebrauch. Er ist wohl von den Machtzentren ausgegangen, hat aber auch die Ohnmächtigen erreicht. Auch sie vertrauen nicht mehr auf das Recht, den einzigen Verbündeten, den sie haben. In der Passion Christi kommt das zum Ausdruck. Weiterlesen

Jede Kultur kennt diese grossen Gestalten. Da fragen sich die Menschen, ob das Leben überhaupt zu leben, ob die Aufgaben überhaupt zu gewinnen sind. Und sie buchstabieren es durch, am Leben grosser, paradigmatischer Gestalten. Das Schlimmste widerfährt ihnen – finden sie da heraus? Alle Übel, die je ein Mensch erfahren hat – und wenn sie um das Feuer zusammen sitzen und erzählen, dann bringt jeder noch seine Geschichte ein, seinen Stolperstein, über den er nicht hinwegkommt – alles wird in das Leben dieser Gestalten eingetragen. Und jetzt wollen wir sehen, wie sie herauskommen?! Weiterlesen

Karwoche. Ein grosser Anspruch. Kann ich mich dem stellen? Die Karwoche ist das Grösste im Kirchenjahr. Es ist das Allergrösste an Kunst und Frömmigkeit, was in dieser Zeit begegnet. Durch die Säkularisierung ist man aber auch freigestellt. Man kann die Zeit verbringen, ohne einen Gedanken an sie zu verwenden. Weiterlesen

Die Welt scheint ein unsicherer Ort geworden zu sein. Nachrichten berichten von der Bedrückung, die selbst die Kinder heute heimsucht. Sollte ausgerechnet die Passion hier helfen: dass man in der Betrachtung Trost findet, dass man stille steht und das Leid vor Gott bringt? Weiterlesen

Mittagsnachrichten. Weltweit sind die Börsen in Talfahrt. Es ist eine Erschütterung zu spüren. Da ist Trump mit seinen Zöllen, sein Zurückschneiden des Staates, seine Freude an Provokationen, seine Verstösse gegen Gesetz und Verfassung, was seinem Inaugurationseid Hohn spricht, wonach er die Verfassung «achten und schützen» wolle. Weiterlesen

Ich will das Foto löschen. Es ist ein «schlechtes Bild». So gefalle ich mir nicht. Aber es ist ein Bild von mir. Man kann mich so sehen. Ich kann mich so sehen, wenn ich mich getraue. Weiterlesen