Schlagwortarchiv für: Wirtschaft

Der Muttertag erinnert uns, wie sehr die Gesellschaft sich verändert hat. Die Wirtschaft braucht Arbeitskräfte und sie hat die Frauen in den Arbeitsprozess eingegliedert. Viele Frauen haben das als Befreiung erlebt aus den Zwängen der alten Rollenbilder. Dafür sind sie jetzt den Zwängen des Arbeitsmarktes unterworfen. Das spüren wir besonders in dieser Zeit, wo die Wirtschaft stagniert oder rückwärts geht und wo es zu Entlassungen kommt. Der Muttertag lädt uns darum auch ein, genauer hinzusehen auf die Gesellschaft und ihre Veränderungen. Was hieße das, eine mütterliche oder väterliche Verantwortung wahrnehmen in dieser Zeit? Weiterlesen

Neue Schreckensmeldungen. Ich habe gestern Abend nicht Nachrichten gehört. So überfällt es mich am Morgen mit grossen Lettern auf den Titelseiten. Ich spüre, wie ich mich dagegen schütze. Schon diese ganze Zeit. Ich habe mich als Zeitgenosse abgemeldet. Ich habe keine Zeit dafür. Ich ziehe mich zurück in Unabkömmlichkeit. Mein Projekt hält all meine Gedanken besetzt. Ich mag nicht darüber hinausschauen, darum bin ich ihm besonders ausgesetzt. Es überfällt mich immer wieder von hinten. Weiterlesen

Der Wohlstand der Nachkriegsjahre in Europa ist vorbei. In Zukunft werden die Menschen im Westen deutlich ärmer sein. Der Mittelstand gerät weiter unter Druck. Die soziale Frage kehrt zurück. Das ist die Botschaft vieler Beobachter der wirtschaftlichen Verwerfungen dieser Zeit. Weiterlesen

Zum 20. Jahrestag von Nine Eleven

Wie ein Fanal steht am Anfang des Millenniums der Anschlag von „Nine Eleven“. Als ob der Terror dem neuen Jahrtausend seinen Stempel aufdrücken wollte. Aber es war nicht der Terror allein. Ökologie und Ökonomie produzierten immer neue Schreckensmeldungen. In der Schweiz ist das Jahr 2001 mit Flugzeugabsturz, Unfall im Gotthardtunnel und «Grounding» der Swissair als eigentliches „Katastrophenjahr“ in die Geschichte eingegangen, am schrecklichsten war vielleicht der Amoklauf im Zuger Kantonsparlament mit 14 Toten und 18 Verletzten. Weiterlesen

Im Prinzip ist es nichts Neues, nur das Auftauchen von Fremdenfeindlichkeit im Mittelstand, der sich bisher davon frei glaubte, auch in seinem liberalen und linken Spektrum, das bisher noch in einem Bewusstsein von Solidarität und Internationalismus gelebt hatte. Grund ist nicht Rassismus, sondern eine Begrenzung der Güter, eine Bedrohung der eigenen sozialen Situation, die plötzlich als bedrohtes Privileg wahrgenommen wird. Weiterlesen

Wir haben den Film „Match Point“ von Woody Allen gesehen. Der Ball im Tennis schlägt auf der Netzkante auf und kann hinüber oder vorneüber fallen. Es scheint eine Frage von Zufall. So interveniert der Zufall beim Meisterschafts-Tennis gegenüber dem Können. Wird das Können dadurch aufgehoben? Weiterlesen

Früher gab es feierliche Flurumgänge. Man umschritt das Dorf, die Felder, um sie zu schützen. So wird alles bewahrt, von dem man lebt. Was müsste man heute umschreiten? Was gehört zu der heutigen Welt, von der wir leben? Wie umschreitet man eine ganze Welt? Der «Sonntag Rogate» im Mai hat darauf eine Antwort. Weiterlesen

Die Kirche tut sich schwer mit dem Tag der Arbeit. In den Arbeitskämpfen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts hat sich die Arbeiterschaft unter dem Einfluss religionskritischer Bewegungen organisiert. „Religion ist Opium für das Volk!“ soll Karl Marx gesagt haben. Umgekehrt war die Kirche mit traditionellen Schichten verbunden und lehnte das sozialistische und kommunistische Gedankengut ab. Das hat ihr später den Vorwurf eingetragen, sie habe im 19. Jahrhundert «die Arbeiterschaft verloren». Weiterlesen

Zürich war damals keine provinzielle Ecke in Europa, sondern stand an vorderster Front der wirtschaftlichen, sozialen und politischen Entwicklung. Was hier geschah, fand damals weite Beachtung. Der Liberalismus fand in Zürich eine Heimstätte, als in Europa noch Restauration und Reaktion das Feld beherrschten. Der Versuch, die Kirche dem liberalen Zeitgeist zu unterwerfen, fand weitherum Beachtung und das Wort „Putsch“ ging von Zürich aus in die deutsche Sprache ein. – Auslöser war eine Revolte der Untertanenbevölkerung gegen das liberale Kirchenregime. Weiterlesen

„Leider sehen wir uns gezwungen, Ihnen mitzuteilen…“ – Das Unglück kommt auf vielfältige Weise, manchmal mit einem Kündigungsbrief, manchmal ist es der Lebenspartner, der einem eröffnet, dass er andere Wege gehen will. Manchmal ist es jemand, der „Schande“ über die Familie bringt. Weiterlesen