Schlagwortarchiv für: Kultur

Soll man heute noch von Gott erzählen? Das Christentum scheint verdunstet, Religion hat eine schlechte Presse. Vielleicht muss man sich vom Erfolg emanzipieren, nicht mehr auf das Echo schielen. Die Motive müssen von anderswo kommen. Daran erinnert Hermann Hesse, wenn er berichtet, warum er überhaupt noch schreibt. Weiterlesen

Nach heftigem Regen und schwarzen Wolken ein Regenbogen. Er geht über die Kirche hin, alles strahlt in goldenem Licht. Ich möchte arbeiten, aber ich muss in den Regen hinaus, um ihn anzusehen. Weiterlesen

Durch den Abschied bin ich aus der alten Welt herausgelöst, die neue ist noch nicht vorhanden. So bin ich empfänglich für alle möglichen Gefühle von Unwirklichkeit und Absurdität, wie es ein Blick in die Zeitungen ohnehin nahelegt mit ihren Bildern von Krieg und absichtsvoller Zerstörung. Dazu gehören Klimawandel und Artensterben, was nicht erledigt, aber von anderen, teils gegenläufigen Bestrebungen abgelöst worden ist. Weiterlesen

„Siehe, das ist dein Sohn! Siehe, das ist deine Mutter!“ Maria und Johannes waren nicht verwandt. Aber „von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.“ Die Geschichte will uns die Augen öffnen, uns lehren: Wir sind nicht allein. Andere sind noch da: Verwandte, Nicht-Verwandte, die Nachbarn mit den Kindern vom untern Stock, die Leute vom Haus nebenan. Da ist die Gemeinde, die ganze Welt… Weiterlesen

Die Zeitungsnotiz trägt den Titel: „Mit dem Liebling bis in den Tod vereint.“ Er handelt von einem Tier-Friedhof, wo sich jetzt auch Menschen neben ihren Haustieren begraben lassen können. Weiterlesen

Kinder haben Zugang zu Zauberkräften. Sie verwandeln sich, sie können im Traum fliegen. Ihre Phantasie rettet sie. Ihre Phantasie gleicht aus. Ihre Phantasie ist geimpft von dieser menschlichen Möglichkeit, sich und sein Leben zum Ganzen zu ergänzen. Ihre Phantasie ist von der Quelle her religiös verfasst: auf das Gelingen angelegt, auf das Ganze des Lebens. Weiterlesen

Die spinnen, die Römer. Eben noch war Hysterie auf allen Kanälen. Alle möglichen Endszenarien wurden durchgespielt, vom Klima zur Energie, von der Seuche zum Krieg. Plötzlich ist Stille, der Laden ist zu, die Strassen sind leer, alle stecken in Ferienorten, nachdem der Gotthard tagelang im Stau stand und Flughäfen im Andrang erstickten. Weiterlesen

Kann man Glauben lernen? Auf diese Frage hat die Theologiegeschichte die unterschiedlichsten Antworten gegeben: vom scholastischen Gottesbeweis bis zu Pascals Skeptiker, der in einer Wette zum Glauben bewegt werden soll, von der reformatorischen Auffassung der Erbsünde, welche die natürliche Glaubensfähigkeit korrumpiert bis zur rationalistischen Naturreligion, die jeder natürliche Mensch über die Vernunft einsehen kann, von Schleiermachers „Gefühl der schlechthinnigen Abhängigkeit“ bis zu Barths Offenbarungstatsache. Weiterlesen

Je näher er dieser Stelle kommt, desto nervöser wird er. Er findet vieles aus seiner Zeit in diesem Text, darum fühlte er sich erst so angezogen. Und er hat eingewilligt, ihn zu lesen. Da ist das Gefühl, in eine falsche Richtung zu gehen. Da ist das Hin und Her: Soll man sich ängstigen, soll man es beschwichtigen? Weiterlesen

Gewitter, Regen – das war das Wetter den ganzen Juli über und auch jetzt im August. Zuerst lag lange ein stabiles „Omega“ über Mitteleuropa, das uns Regen und Überschwemmungen brachte, während in Mittelschweden die Wälder brannten. Jetzt ist „blödes Wetter“, wie ein TV-Meteorologe sagte, weil es schwer vorhersagbar ist, labil, mal so, mal so, aber eher heiss, regnerisch mit Gewittern. Weiterlesen