Geschichte kann verletzten. Nicht nur dann, wenn sie mit kriegerischen Ereignissen einhergeht, auch wenn sie friedlich verläuft. Der Wandel hebt Altgewohntes auf, er respektiert keine althergebrachten Rechte, setzt sich über Traditionen hinweg. Weiterlesen
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Die Zeitungsschlagzeilen heute (14.1.1991): Die letzte Friedensinitiative des UNO-Generalsekretärs im Irak vor Ablauf des Ultimatums am 15. Januar ohne Ergebnis abgelaufen. Im Schatten dieser Kriegsvorbereitungen hat die Sowjetarme militärisch in Litauen interveniert und eine Marionetten-Regierung an die Macht gebracht. Weiterlesen
Mit dem Begriff „Volk“ sind in Politik und Religion wichtige Veränderungen vorgegangen. Ich würde mich nie getrauen, das Wort „Pöbel“ aus den 50er Jahren wieder hervor zu nehmen. Aber da und dort finde ich es in den Medien. Es taucht wieder auf, und mit ihm eine Geringschätzung des Volkes, weil es als Masse erfahren wird, die sich manipulieren lässt und die Politik unberechenbar macht. Weiterlesen
Zum 20. Jahrestag von Nine Eleven
Wie ein Fanal steht am Anfang des Millenniums der Anschlag von „Nine Eleven“. Als ob der Terror dem neuen Jahrtausend seinen Stempel aufdrücken wollte. Aber es war nicht der Terror allein. Ökologie und Ökonomie produzierten immer neue Schreckensmeldungen. In der Schweiz ist das Jahr 2001 mit Flugzeugabsturz, Unfall im Gotthardtunnel und «Grounding» der Swissair als eigentliches „Katastrophenjahr“ in die Geschichte eingegangen, am schrecklichsten war vielleicht der Amoklauf im Zuger Kantonsparlament mit 14 Toten und 18 Verletzten. Weiterlesen
Im Prinzip ist es nichts Neues, nur das Auftauchen von Fremdenfeindlichkeit im Mittelstand, der sich bisher davon frei glaubte, auch in seinem liberalen und linken Spektrum, das bisher noch in einem Bewusstsein von Solidarität und Internationalismus gelebt hatte. Grund ist nicht Rassismus, sondern eine Begrenzung der Güter, eine Bedrohung der eigenen sozialen Situation, die plötzlich als bedrohtes Privileg wahrgenommen wird. Weiterlesen
Fukushima als «Erweckungserlebnis»
Bei mir löste «Fukushima» auch eine Deblockierung aus, es erinnerte von den Folgen her an eine „Erweckung“, dass ich endlich tun und machen konnte, statt immer zu warten: «War es das, was wir erwartet haben – oder kommt noch etwas?» Weiterlesen
Zur Erinnerung an Fukushima
«Im Katastrophengebiet gingen die Rettungsarbeiten trotz heftiger Nachbeben weiter. 100.000 Soldaten und Helfer aus aller Welt konnten vielerorts jedoch nur noch Tote bergen. Jetzt droht in Japan der Super-GAU – wer kann, verlässt Tokio.» Weiterlesen
Ein Rabbi kommt in den Himmel. Und da stellt sich heraus, er hat immer richtig gelebt, er hat alle Gebote erfüllt. Darum wird sein Name ins Buch des Lebens eingetragen. Da fragt ihn Gott nach der Stadt, in der er gelebt hat. „Gab es dort nicht ein schreckliches Blutbad, wo Unschuldige verfolgt wurden?“ „Ja, sagt der Rabbi, es war furchtbar.“ „Ja, hast du denn dagegen protestiert?“ „Nein“, sagt der Rabbi, „hätte es denn etwas genützt?“ „Ich weiss nicht, ob es den Verfolgten genützt hätte“, sagt Gott, „aber Dir.“ Weiterlesen
Die Geschichte der drei Reiche, eine alte chinesische Erzählung, ist ein Höhepunkt der antiken Weisheits-Tradition, ähnlich wie die Thronfolge-Geschichten Davids im ersten Testament oder die Josephs-Legende. Da sind Staatsmänner am Werk, Strategen, die die Gesetze kennen, nach denen das Leben in Gesellschaft und Politik abläuft. Sie sind alles andere als naiv. Weiterlesen
«Wie in Massa und Meriba» – diese Orte sind in der Bibel sprichwörtlich geworden. Sie erinnern an eine Episode aus dem Befreiungskampf, bei der Flucht aus der Sklaverei. Es kamen Rückschläge, das Ziel rückte in weite Ferne. Statt in der verheissenen Zukunft war man in einer Wüste gelandet und litt Mangel an allem. Die Menschen verzweifelten und revoltierten. Sie fühlten sich von Gott und Menschen verlassen. Weiterlesen
