Es ist schön, am Tisch zu sitzen, ein Bier neben sich, bald kommt das Essen. Vor mir die Zeitung: Es ist ein Vorgefühl von Ferien. Auch das Wetter spielt mit, der «Hexenkessel» über den Atlantik, der immer neue Gewitterfronten über das Land schaufelte, gibt heute Ruhe. Selbst Corona hat ein Einsehen. Viele Einschränkungen sind aufgehoben. Man kann wieder wandern und einkehren. Ein Gefühl «wie früher». Weiterlesen

Ich lese „Die Räuber vom Liang Shan Po“. Sie leben am Rand, sind ausgestossen. Sie haben gegen Unrecht protestiert. Es ist ein Zustand der „Desintegration“ – er zeigt sich in ihrer Randständigkeit, er meint aber das ganze Reich, das sich nicht einen kann. Die Gegensätze nehmen zu. Auch der einzelne kann so nicht zur Ganzheit kommen und mit sich übereinstimmen. Weiterlesen

Wassernot – die «Sündflut»

Unrecht schreit zum Himmel – und der Himmel gibt Antwort. Die Schreibweise „Sündflut“ bringt es zum Ausdruck: die Überzeugung, dass die Natur das Unrecht strafen wird. Eine Naturkatastrophe wird mit dem Recht zusammengedacht. Es wird Verantwortung gesucht und zugeteilt. Weiterlesen

Gott offenbart sich, sagt man. Aber sein Offenbaren gleicht manchmal mehr einem Verbergen. Weiterlesen

Haben Warnungen Folgen? Ende Juni ist in Seoul ein Warenhaus eingestürzt und hat über 1.000 Menschen unter seinen Trümmern begraben. Am Vortag hatte das Personal Risse in den Stützpfeilern und in der obersten Decke gefunden. Die staatliche Bauaufsicht warnte darauf die Geschäftsleitung, dass das ganze Gebäude zusammenbrechen könnte. Nichts geschah. Weiterlesen

Es könnte einer auf die Idee kommen, es gebe eine «heimliche Kirche» und diese sei gestiftet von Nikodemus oder von Josef von Arimathäa. Denn diese widersprachen den Autoritäten ihrer Zeit und sie schützten sich, indem sie bei Nacht zu Jesus kamen und im Geheimen. Viele könnten sich darin wiedererkennen, die sich von der Mehrheitskirche nicht anerkannt fühlen oder sie insgesamt verwerfen. Weiterlesen

Was ist das überhaupt – ein Leben? Weiterlesen

In Politik und Kirche werden die Behörden neu gewählt. In der Antike war der Hirte ein Symbol für den Herrscher. Wünsche für einen gute Herrschaft oder Kritik an schlechter Amtsführung wurden mit Hilfe dieses Symbols zum Ausdruck gebracht. Damals gab es keine verbriefte Mitsprache des Volkes und keine Verfassung, an die sich Herrscher halten mussten. Weiterlesen

Wir haben den Film „Melinda und Melinda“ von Woody Allen gesehen. „Ist es eine Tragödie? Ist es eine Komödie? Es liegt im Auge des Betrachters.“ Die Rahmen-Erzählung handelt von zwei Schriftstellern, die sich über diese Frage streiten. Ist das Leben zum Lachen oder zum Weinen? Es lässt sich so oder anders erzählen. Weiterlesen

Wir haben den Film „Match Point“ von Woody Allen gesehen. Der Ball im Tennis schlägt auf der Netzkante auf und kann hinüber oder vorneüber fallen. Es scheint eine Frage von Zufall. So interveniert der Zufall beim Meisterschafts-Tennis gegenüber dem Können. Wird das Können dadurch aufgehoben? Weiterlesen