Über «Dreifaltigkeit» kann man sich aufregen: wie kann das sein, dass «eins» zugleich «drei» ist? Ich freue mich, dass es drei Wege gibt, wie ich Gott erfahren kann: als Schöpfer, als Erlöser und als Tröster. Weiterlesen

Zwei Teenager treffen sich nach der Schule regelmässig zum Aufgabenmachen. Auch danach stecken sie immer zusammen. Als „beste Freundinnen“ können sie alles besprechen – oder unausgesprochen teilen. So viel Neues geschieht in dieser Lebensphase, alleine kann man es kaum „packen“. Am freien Nachmittag fahren Sie gemeinsam in die Stadt und erobern sich neue Lebensräume, in die ihr Leben jetzt hineinwächst. Weiterlesen

Die Sagen der Völker kennen einen Jungbrunnen, wo alte Menschen wieder jung werden und schwache wieder stark. Das erste Testament erzählt vom Propheten Ezechiel. Der Geist zeigt ihm ein Feld voller Totengerippe. «Siehe, jetzt sprechen sie: Unsere Gebeine sind verdorrt, und unsere Hoffnung ist verloren, und es ist aus mit uns. Siehe, ich will meinen Geist in euch geben, dass ihr wieder leben sollt.» Weiterlesen

Heute noch kann man festliche Pfingstmusik hören, die auf eine Melodie aus dem 9. Jahrhundert zurückgeht. Ein Mönch in St. Gallen hat sie damals gedichtet und vertont. Er konnte leider nicht gut reden, er stotterte beim Reden, und darum gab man ihm den Übernamen Notker, der Stammler. Weiterlesen

„Was tust du für ein Zeichen, damit wir sehen und dir glauben?“ fragen die Umstehenden Jesus. Es geht um Glauben. Sie wollen sehen, damit sie glauben können. Ein Zeichen, wie damals beim Auszug aus der Sklaverei, als Gott den Vätern Manna zu essen gab. Weiterlesen

Früher gab es feierliche Flurumgänge. Man umschritt das Dorf, die Felder, um sie zu schützen. So wird alles bewahrt, von dem man lebt. Was müsste man heute umschreiten? Was gehört zu der heutigen Welt, von der wir leben? Wie umschreitet man eine ganze Welt? Der «Sonntag Rogate» im Mai hat darauf eine Antwort. Weiterlesen

Vor 200 Jahren starb Napoleon. Das Buch „Der Graf von Monte Christo“ erzählt von dieser Zeit. Es handelt von Rache. Sein Thema ist Gerechtigkeit. Sollte es das in der Geschichte geben? Von der Gerechtigkeit in der Geschichte handeln auch die biblischen Apokalypsen. Der Graf von Monte Christo erscheint wie eine Apokylypse der napoleonischen Zeit. Weiterlesen

Im alten China gab es ein Musik-Instrument, eine Art Laute, die war so gebaut, wie man sich die Welt vorstellte. Da war die Erde nachgebildet im Boden des Instruments. Darüber wölbte sich der Himmel, nachgebildet in der Rundung des Schallkörpers. Darüber waren fünf Saiten gespannt, nach den fünf Elementen, aus denen nach damaliger Auffassung der ganze Kosmos besteht. Weiterlesen

Die Kirche tut sich schwer mit dem Tag der Arbeit. In den Arbeitskämpfen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts hat sich die Arbeiterschaft unter dem Einfluss religionskritischer Bewegungen organisiert. „Religion ist Opium für das Volk!“ soll Karl Marx gesagt haben. Umgekehrt war die Kirche mit traditionellen Schichten verbunden und lehnte das sozialistische und kommunistische Gedankengut ab. Das hat ihr später den Vorwurf eingetragen, sie habe im 19. Jahrhundert «die Arbeiterschaft verloren». Weiterlesen

Etwas herstellen, erzeugen, das ist ein menschliches Verhalten, das die Wirtschaft und das ganze Leben prägt. Die Antike stellte daneben das Handeln, ein Verhalten, das nicht auf Herstellen aus ist, aber auf Lebensvollzug. Das Grösste im Leben, das wird aber nicht hergestellt, das liegt ausserhalb der Grenzen des menschlichen Handelns. Das können wir nur schauen, so sagte einst Aristoteles. Weiterlesen