Manchmal sitzt man da und denkt an sein Leben. Aus dem Nebenzimmer hört man Geräusche vom Mann oder von der Frau, die etwas arbeiten. Auf der Anrichte stehen die Fotos der Kinder und Enkel. Die Zeit ist schnell vergangen. Man begreift gar nicht, wo sie geblieben ist…

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Im Zentrum der Passion steht der Tod Christi, der auch als Opfer bezeichnet wird.
Das ist ein starker Begriff, und er kann auch Unheil anrichten. Darum ist er heute umstritten. Es gibt Richtungen, die wollen überhaupt nicht mehr von einem Opfertod sprechen. Weiterlesen

Zu unserem Haus gehörte auch ein Garten und ein Gartenweg. Im Frühling begann es zu wachsen. Auch zwischen den Steinen kam das Grün hervor. Der Weg sah unordentlich aus. Gift wollte ich nicht spritzen und Flammenwerfer, wie ich sie in anderen Gärten sah – mir graute es für die kleinen Lebewesen. Weiterlesen

Aufgrund der Seuche soll man nicht reisen, so besuchen wir die Ausstellung in der Stadt. Sie zeigen Bilder von Carl Spitzweg. Er floh in seinem Leben zwei Mal vor einer Seuche, als in München die Cholera herrschte. Ein Freund erlag der Krankheit. So war das Seuchenthema auch in der Ausstellung wieder da. Weiterlesen

Hat die Phantasie noch einen Platz im Glauben? Die Bibel gibt ihr Platz. So findet sie Zugang zu den Menschen. Sie hebt deswegen nicht ab in esoterische Geisteswelten. Gerade die grossen Fragen dieser Zeit, die harten Fragen der Geschichte, finden so eine Antwort. Selbst die «Höllenfahrt», in der die Passion kulminiert, ist verankert in leidvollen Erfahrungen auf dieser Welt, die hier eine Antwort brauchen. Weiterlesen

Das Leiden Christi, das die Kirche sich in der Passionszeit vergegenwärtigt, das wird im Neuen Testament erzählt ohne mythologisches Beiwerk. Es kommt ohne jene Metaphysik aus, die an Ostern bemüht wird, ohne Mythologie, wie sie für Himmelfahrt und Höllenfahrt bemüht wird. So scheint es. Weiterlesen

Viel haben die Jünger erlebt auf ihrem Weg mit Christus. Er heilte die Kranken, tröstete die Traurigen. Er ging auf Menschen zu, mit denen niemand etwas zu tun haben wollte. Er setzte sich zu ihnen. Er ass mit ihnen. Und sie machten ihm Vorwürfe: Mit Sündern sitzt er am Tisch! – Jetzt gehören sie wieder dazu! Weiterlesen

Himmel- und Höllenfahrt?

Immer wieder ist es mir ein Bedürfnis, den Weg Christi zu meditieren, nicht nur seinen Weg auf dieser Welt, sondern auch das, was von der Theologie als Mythologie ausgeschieden worden ist. Anders als die Fachtheologen finde ich tiefe Befriedigung darin. Weiterlesen

Er will sein glückliches Gesicht verbergen. Auf die Blumen angesprochen, die er bei sich trägt, zeigt er ein schlechtes Gewissen. Darf man in dieser Zeit glücklich sein? Seine Tochter ist zu Besuch, sie erwartet ein Kind. Weiterlesen

Ich war kürzlich auf dem Grab. Es war schön, für ihn beten zu dürfen. Dieses Bild habe ich vor Jahren für mich selber wachgerufen: dass Christus ihm entgegenkommen möge, wie ich es für mich imaginierte. Weiterlesen