Das Virus wird zu einer Abnützungsschlacht. Der zweite Monat hat begonnen. Die Reserven werden ausgeschöpft. Weiterlesen
In der Ostkirche begrüsst man sich an Ostern mit dem Ruf:
«Christus ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!» –
Das begreift man nicht mit dem Kopf, und das ist gut so! Weiterlesen
Soll man von der Passion erzählen? Kindern jedenfalls nicht, meinte eine Bekannte. Sie liest ihrer Tochter jeden Abend aus einer Kinderbibel vor. Aber beim letzten Kapitel macht sie Stopp, dort geht es um Leiden und Sterben, um Karfreitag und Ostern. Weiterlesen
Ein TV-Sender bringt in der Karwoche einen Zehn-Teiler. Er bringt willkommene Abwechslung. Viele nutzen das Zuhause-Sein in der Corona-Krise und streamen ganze Folgen, Staffeln und Serien. Auch die Passion ist ein Drama mit Fortsetzungs-Geschichte. Auf Pilgerwegen und in Kreuzwegstationen wurden die Ereignisse in einer Abfolge betrachtet. Musik und Malerei haben alle Aspekte beleuchtet. Weiterlesen
In der Karwoche ist alles dicht gedrängt. Ein ungeheuer dramatisches Geschehen rollt vor unseren Augen ab. In der Mitte steht der Satz: „Sieh da, der Mensch!“ So sagt Pilatus, als er Christus dem Volk präsentiert. „Sieh da, der Mensch!“ – Es ist tatsächlich nichts weniger als eine Auslegung dessen, was der Mensch ist, was sein Leben ausmacht, in seinen hellen und in seinen dunklen Seiten. Weiterlesen
Eine passionierte Geschichte
„Passioniert“ ist ein altes Wort. Heute sagt man dafür „hingerissen, ekstatisch, feurig“. Andere Erklärungen aus dem Wörterbuch sind: „toll, trunken, dynamisch, selig, inständig, erfüllt, verzückt, ungezähmt, lebendig“. All das trifft auf die Passion Christi zu, dessen Leben vor 2000 Jahren in einem ungeheuer dramatischen Geschehen zu Ende ging. Weiterlesen
„Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde“ – so beginnt die Bibel. Und am Ende? Was sind die letzten Sätze der Bibel? Was hat so viel Gewicht wie die Schöpfung am Anfang? Weiterlesen
Apokalypse und jüngstes Gericht
Der Jubel der Gerechtfertigten, den man in der Apokalypse hört, der ist bereits im ersten Testament zu finden. Lange haben sie gewartet, gelitten und „eingesteckt“. Alles haben sie Gott anvertraut, damit er endlich „aufsteht“ und sich als Richter erweist, dass er eingreift und Recht schafft. Weiterlesen
Versöhnung für die Opfer der Geschichte
Dritter Tag der Ausgangssperre. Draussen ist Frühling, die Blüten schiessen heraus, als ob die Büsche explodieren wollten. Die Regierung hat ältere Menschen wegen der Pandemie aufgefordert, das Haus nur für Einkäufe oder dringende Arztbesuche zu verlassen.
Ich beschäftige mich mit Apokalypse. Ist das eine Beschäftigung für eine solche Zeit?
Es geht mir nicht um Angstbilder, im Gegenteil. Apokalyptik ist eine antike Geschichts-Theorie, die nach der Versöhnung fragt – nicht nur im individuellen Massstab, sondern geschichtlich.
Da geht es um die Unterjochung von ganzen Völkern, um Vertreibung, Völkermord, Exilierung. Und da auch die grossen Reiche untergehen und von andern, noch grösseren aufgefressen werden (Assyrien, Babylonien, Perser, Griechen, Römer…) – was bestimmt Aufstieg und Niedergang der Reiche?
Kann man die Intuition auf Gerechtigkeit damit in Verbindung bringen? Gibt es Gerechtigkeit nicht nur im Kramladen, wo es um rechte Bezahlung geht, gibt es das auch, wenn man ein ganzes Leben anschaut, das Leben eines Volkes? Gibt es Gerechtigkeit für die Unterjochten?
Die Apokalyptik ist der spannende Versuch, all diese Fragen zu beantworten.
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Das Streiflicht «Apokalyptik – Geschichtstheologie in schwerer Zeit» findet sich auf der Menüleiste mit weiteren Beiträgen.
Bergpredigt und Apokalypse scheinen verschiedenen Welten anzugehören. Der Kontrast fällt sofort auf. Und das wird der Kirche oft zum Vorwurf gemacht: Sie vertritt eine Lehre voller Sanftheit, aber die Offenbarung steckt voller Gewalt. Da wird getötet, in die Hölle gestürzt, ins Feuer geworfen, da sind grausame Strafen. Weiterlesen
