Ich erinnerte mich in diesen Tagen an das Buch «Die Caine war ihr Schicksal», das ich in den frühen 60er Jahren als Jüngling gelesen hatte (vom Bücherbord der älteren Brüder). Es war eine Aufarbeitung von Erfahrungen aus dem 2. Weltkrieg, den ich nicht direkt, aber über solche literarischen Nachwirkungen erlebt habe. Im Zentrum des Films stand der Kapitän eines Kriegsschiffes, der Caine, der nach Ansicht seiner Offiziere, die Urteilkraft verloren hatte. Weiterlesen

Am Aschermittwoch gabelt sich der Weg. Hier muss ich mich entscheiden. Ich weiss, dass ich zurückbleiben werde. Petrus, mein Namensvetter, macht es vor, und ich bin ihm dankbar. Das ist der weniger anstrengende Weg. Weiterlesen

Petrus sitzt im Boot. Er ist mit den andern Jüngern hinausgefahren. Der See ist stürmisch. Einmal, als die Wellen ins Boot schlagen, fürchtet er um sein Leben. Aber das Boot gibt ihm Schutz, hier fühlt er sich einigermassen sicher. Weiterlesen

Jetzt ist die Teilung offenbar besiegelt. Die USA holen sich das Beste aus den besetzten und unbesetzten Teilen. Die Ukraine liefert einen Anteil am Gewinn der Bodenschätze, Russland bietet einen solchen Deal auch für die besetzten Gebiete an, die «neuen Territorien», wie Russland das nennt.

Es erinnert an die letzte polnische Teilung vor dem Zweiten Weltkrieg: Stalin holte sich den Osten, Hitler den Westen. Dann brach der Krieg los. Jetzt soll die ukrainische Teilung den Frieden bringen: Russland beutet mit den USA die von ihm besetzte Ostukraine aus, die USA mit der Rest-Ukraine den westlichen Teil.

Trump hat gezeigt, wie schnell er Frieden schaffen kann («in einem Tag») und er hat ein Muster eines «Deals» vorgelegt. Ein Riesenstaat erdrückt einen wehrlosen, kleinen Staat, der sich im Krieg befindet, und nimmt ihm das wenige, was er noch hat. Jetzt weiss die Welt jedenfalls, wie es im New Yorker Liegenschaften- Business zugeht, wo Trump sein Handwerk gelernt hat.

Die Ukraine muss sich doppelt und dreifach betrogen vorkommen. Nach dem Zerfall der UdSSR hat sie auf eigene Atomwaffen verzichtet und dafür Sicherheitsgarantien erhalten. Jetzt sind auch die Garantien weg – sie waren nie etwas wert.

 

Foto von RPA studio, Pexels

Zu den Sicherheitsgarantien: «Das Budapester Memorandum umfasst drei Vereinbarungen, die am 5. Dezember 1994 in Budapest im Rahmen der dort stattfindenden KSZE-Konferenz unterzeichnet wurden. In den Vereinbarungen gaben die Russische Föderation, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten gemeinsam Kasachstan, Belarus und der Ukraine Sicherheitsgarantien in Verbindung mit deren Beitritt zum Atomwaffensperrvertrag und als Gegenleistung für die Beseitigung aller Nuklearwaffen auf ihrem Territorium.» (Wikipedia)

Zum Hitler-Stalin-Pakt: «Am 24. August 1939 kam es zu einem Nichtangriffspakt zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion. Beide Vertragspartner verpflichteten sich darin zu gegenseitiger Neutralität in einem Kriegsfall. In einem geheimen Zusatzprotokoll wurde die Aufteilung Polens und der Baltikumstaaten geregelt. Der Vertrag diente Hitler als Grundlage für seinen Vernichtungskrieg in Osteuropa.» (https://www.geschichte-abitur.de/lexikon/uebersicht-drittes-reich/hitler-stalin-pakt)

Brutale Zeitungsmeldungen verdichten sich zum Gefühl einer kulturellen Wende. Im In- und Ausland spricht sich die Interessenpolitik immer deutlicher aus. Hohn und Spott halten Einzug in die Politik. Der Mantel von Demokratie und Rechtsstaat wird auch mal fallen gelassen, wenn direkte Machtausübung schneller zum Ziel führt. Für mich ist es wie Schock. Es stellt sich die Frage, wer „Wirklichkeit“ besser wahrnehme. Glaube ist auch ein Streit um die Wirklichkeit. Weiterlesen

Gott beruft Menschen. Er braucht Arbeiter für seinen Weinberg. Immer wieder kommen neue dazu. Auch solche, die früher gedacht hatten, mit Gott und Kirche hätten sie nichts am Hut. Aber Gott kommt bei ihnen vorbei. Weiterlesen

Für den Zug nehme ich mir zwei Taschenbücher mit, die sich leicht verstauen lassen. Das eine ist eine Erzählung von Wilhelm Raabe, das andere ein Buch von Karl-Heinz Deschner. Weiterlesen

Ich bin nachts jetzt oft aufgeregt, kann nicht schlafen. Ich habe die „Deckung“ verlassen, bin zum Handeln übergegangen, zum Zeigen und zum Tun. Ich folge dem, was ich für wahr halte. Weiterlesen

Sandra hat mir ein Buch geschenkt. Die Haupt-Erzählung ist die Analyse einer verfehlten Hingabe in den 30er Jahren. Scheinbar geht es um einen jungen Mann, der von einem Kreis von Menschen ausgewählt wird, weil er eine Aufgabe in dem kommenden «neuen Zeitalter» übernehmen soll. Weiterlesen

Der Weg in den Palast beschreibt den Weg ins Innere. Oder ist es das Äussere? Hier konvergiert der Weg ins Innere und der Weg ins Äussere. Das Ziel des Lebens kann auch im Innersten angesehen werden. Weiterlesen