Die Kältewelle scheint allmählich vorüber. Es ist schön: die Rekonvaleszenz, wenn die Kräfte zurückkehren, wenn die guten Geister, die das Haus verlassen haben, wieder Platz nehmen. Und es wird hell im Haus, man sieht wieder, man kann wieder teilnehmen, bei den Menschen sitzen. Man ist wieder Teil des Gesprächs. Weiterlesen
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Goldene Zeiten hat Trump versprochen, als er gewählt wurde, ein goldenes Zeitalter, als er seine Zollmassnahmen verkündete. So müsste ein amerikanisches Zeitalter beginnen auf Erden, eine Zeit, die von Amerika geprägt wird. Nach dem Urteil von Beobachtern geht das amerikanische Jahrhundert mit Trump und seiner Politik aber gerade zu Ende. Es begann, als die USA in den Ersten Weltkrieg eintraten. Weiterlesen
Das «Ungefähr» holt mich ein. Klappt das mit der Banküberweisung? Ich hoffe es und werfe den Brief ein. Vielleicht muss ich später nachbessern. Beim Zeitungslesen fällt mir auf, wie viel ich überspringe. Noch immer reisse ich viele Artikel aus, um sie bei Gelegenheit zu lesen, aber vieles interessiert mich nicht mehr im Detail. Weiterlesen
Ich lese» Jerusalem» von Selma Lagerlöf, es ist einzigartig von der Qualität und von der Erzählweise her, im Stil der alten Sagenkreise mit abgeschlossenen Geschichten, die doch aneinander anschliessen und das Gehörte fortsetzen. Eine Art nordische Ilias oder Odyssee, aber unter Bauern. Das Motiv ähnelt der Suche nach dem goldenen Vlies oder der Sonnenfahrt des Phaëton. Es ist die Suche nach dem Reich Gottes, dem himmlischen Jerusalem. Weiterlesen
Frühmorgens höre ich einen Bach-Choral: Nun komm, der Heiden Heiland. Das passt in die kommende Adventzeit, aber es widerspricht so vielem, was heute gängig ist. Gerade darum reizt es mich, dabei zu verweilen. «Heiden» – ist das nicht ein abwertender Ausdruck für ungetaufte Völker? «Heiland» – ein Erlöser wird da versprochen für alle Völker – ist das nicht der universelle Anspruch der christlichen Religion, der andere Kulturen und Religionen überfährt? Weiterlesen
Der Kirche wie dem Staat schwindet heute die soziale Basis, auf denen ihr Überbau aufruht. Was hier die Bindung an Demokratie ist, ist dort die Bindung an einen Gottesglauben. Das eine ist gefährdet von extremem Gedankengut, das andere von der Verflüchtigung des Gottesgedankens in der «Säkularisierung». Kollektive Bindungen können heute nicht mehr einfach eingefordert werden, es sind Leistungen von einzelnen. Das ermöglicht eine Mehrheit von Fall zu Fall. Gesetzgebung wird so schwieriger, das Glaubensleben droht analog, in tausend Splitter zu zerfallen und die Sichtbarkeit einer kollektiven Existenz zu verlieren. – Gedanken zum Reformationstag 2025. Weiterlesen
Es war, gestern in den Nachrichten, aber auch ein wunderschöner Moment, das Wort Frieden übte einen Zauber aus, die Menschen fielen sich um den Hals und tanzten. Es ist, als habe die Welt, die Wirklichkeit, endlich jenes Zauberwort gefunden, das aus Dunkelheit befreit. Neue Wege werden sichtbar. «Jetzt bauen wir Gaza wieder auf!», sagte eine Frau. Sie strahlte. Und man glaubte ihr, dass sie alles wieder aufbauen kann. Weiterlesen
Reicht es, immer wieder einen neuen Premier einzusetzen, wenn die Regierungsbildung nicht vom Fleck will? Genügt es, in immer schnellerem Rhythmus Wahlen anzusetzen, wenn sich das alte Resultat wieder einstellt? Oder ist das Verfassungskleid zu eng geworden? Haben sich soziale und wirtschaftliche Verhältnisse so gewandelt, dass eine Verfassungsänderung Hilfe brächte? Weiterlesen
Es war in der Covid-Epidemie und bei der Banken-Rettung vor einigen Jahren, dass plötzlich diese Milliarden-Beträge auftauchten. Der Staat hatte sie zur Verfügung, wir wussten nicht woher, weil bisher fast jede politische Diskussion damit geendet hatte, dass der Staat dafür kein Geld habe. Und da ging es nur um Millionen. Weiterlesen
Ich habe das neue Windows 11 installiert, arbeite aber immer noch mit der Vorgängerversion. Ich habe einen neuen PC gekauft, benutze vorderhand aber noch den alten, weil das neue Gerät den Drucker blockiert. Meine Frau reist nach Deutschland. Um ein Ticket zu lösen, brauchte man früher 10 Minuten am Fahrkartenschalter, sie versucht es per Internet und braucht einen ganzen Abend dazu – ohne Erfolg, weil das Programm einen Arbeitsschritt verweigert. Schliesslich erledigt es unsere Tochter von Deutschland aus. Ich hielt mich immer für technisch unbegabt, aber wenn ich die Zeitung lese, geht das Problem tiefer. Weiterlesen
