Die Bibel erzählt von Moses. Seine Mutter wusste in ihrer Not nichts Besseres, als das Neugeborene in ein Kästchen zu stecken und es mit dem Nil stromabwärts zu schicken, in der Hoffnung, dass es so der Verfolgung entgehen werde. Weiterlesen

Im Traum finde ich in einer Buchhandlung eine bisher unbekannte Bibel-Übersetzung. Es gibt die Bibel in zwei Versionen: Sie stehen für Abspaltung und Gespaltenheit oder für Versöhnung und Heilung. Es ist, als ob ich mich entscheiden sollte: die Welt als Hölle oder in Gottes Hand. Weiterlesen

 

Nachts konnte ich nicht schlafen und stellte den Fernseher ein. Spät kam noch ein Film über den Völkermord in Ruanda. Ich erinnere mich, noch von meiner Arbeit im Journalismus her, die Gegend hiess „afrikanische Schweiz“, weil sie so grün war. Es war lange ein Schwerpunktland der Schweizer Entwicklungshilfe. Weiterlesen

Eine Stimme im Dunkeln. Ich höre einen Psalm, überfliege vor Tagesanbruch die Nachrichten: Krieg, Teuerung, drei Lecks an der Pipeline, Sabotage auf dem Meeresgrund. Eine Nachricht erschlägt die andere. Draussen regnet es. Der «Starkregen» ist ausgeblieben, vor dem sie warnten. Weiterlesen

Diesen Oktober jährt sich zum 100. Mal der «Marsch auf Rom», die Machtübernahme der Faschisten in Italien. Auch die Bibel kennt einen Marsch auf eine Hauptstadt zu, auch sie kennt eine Machübernahme, aber sie erzählt sie anders. Weiterlesen

Im Zug habe ich „Ivanhoe“ gelesen von Walter Scott. Es ist Abenteuer-Lektüre für Jungen – und sehr klug. Es liest sich auf weite Strecken wie eine Variante der Odyssee. Die Helden sind im Ausland, auf einem Kreuzzug, und zuhause breiten sich Profiteure aus, sie reissen das Erbe an sich. Weiterlesen

Es ist wie der Beginn einer neuen Zeit! Die Sonne scheint freundlich, nicht drückend. Endlich ist der lang ersehnte Regen gefallen und hat richtig abgekühlt. Als ob alles neu geworden wäre. Nachts kann ich wieder schlafen, und ich sinke tief hinunter bis zu jenem Brunnen, aus dem das Leben sich erneuert. Weiterlesen

Beten, zumal öffentliches Beten, scheint seine Zeit hinter sich zu haben. Der Bettag, den die Kirchen im Herbst feiern, geht zurück auf eine Anordnung des Obrigkeits-Staates. In einer Krise sollte Gott um Beistand gebeten werden. Vielleicht hat das Beten aber auch eine Zeit vor sich? Es muss nicht nur ein angstvolles um-Hilfe-Rufen sein. Weiterlesen

Zwei Tage waren wir im Elsass. Das Land hat eine Geschichte zwischen den Grossmächten. Manchmal hat die Herrschaft in kürzester Zeit gewechselt. Das konnte man gar nicht verinnerlichen, man musste einen Weg «dazwischen» suchen. Weiterlesen

Gestern Morgen um 06.00h begann der Herbst mit einem lauten Knall. Ein Blitz hat bei uns eingeschlagen, so nah, wie ich es noch nie erlebte. Danach Regen, dazu ein Temperatursturz. Jetzt welken die Blätter. Da und dort sieht man noch Kastanien am Boden. Die meisten Kastanienbäume sind im Zuge der Überbauung der letzten Landreserven gefällt worden. Weiterlesen