Mit dem Begriff „Volk“ sind in Politik und Religion wichtige Veränderungen vorgegangen. Ich würde mich nie getrauen, das Wort „Pöbel“ aus den 50er Jahren wieder hervor zu nehmen. Aber da und dort finde ich es in den Medien. Es taucht wieder auf, und mit ihm eine Geringschätzung des Volkes, weil es als Masse erfahren wird, die sich manipulieren lässt und die Politik unberechenbar macht. Weiterlesen
Schlagwortarchiv für: Gesellschaft
Zum 20. Jahrestag von Nine Eleven
Wie ein Fanal steht am Anfang des Millenniums der Anschlag von „Nine Eleven“. Als ob der Terror dem neuen Jahrtausend seinen Stempel aufdrücken wollte. Aber es war nicht der Terror allein. Ökologie und Ökonomie produzierten immer neue Schreckensmeldungen. In der Schweiz ist das Jahr 2001 mit Flugzeugabsturz, Unfall im Gotthardtunnel und «Grounding» der Swissair als eigentliches „Katastrophenjahr“ in die Geschichte eingegangen, am schrecklichsten war vielleicht der Amoklauf im Zuger Kantonsparlament mit 14 Toten und 18 Verletzten. Weiterlesen
Im Prinzip ist es nichts Neues, nur das Auftauchen von Fremdenfeindlichkeit im Mittelstand, der sich bisher davon frei glaubte, auch in seinem liberalen und linken Spektrum, das bisher noch in einem Bewusstsein von Solidarität und Internationalismus gelebt hatte. Grund ist nicht Rassismus, sondern eine Begrenzung der Güter, eine Bedrohung der eigenen sozialen Situation, die plötzlich als bedrohtes Privileg wahrgenommen wird. Weiterlesen
Fukushima als «Erweckungserlebnis»
Bei mir löste «Fukushima» auch eine Deblockierung aus, es erinnerte von den Folgen her an eine „Erweckung“, dass ich endlich tun und machen konnte, statt immer zu warten: «War es das, was wir erwartet haben – oder kommt noch etwas?» Weiterlesen
Zur Erinnerung an Fukushima
«Im Katastrophengebiet gingen die Rettungsarbeiten trotz heftiger Nachbeben weiter. 100.000 Soldaten und Helfer aus aller Welt konnten vielerorts jedoch nur noch Tote bergen. Jetzt droht in Japan der Super-GAU – wer kann, verlässt Tokio.» Weiterlesen
Die Geschichte der drei Reiche, eine alte chinesische Erzählung, ist ein Höhepunkt der antiken Weisheits-Tradition, ähnlich wie die Thronfolge-Geschichten Davids im ersten Testament oder die Josephs-Legende. Da sind Staatsmänner am Werk, Strategen, die die Gesetze kennen, nach denen das Leben in Gesellschaft und Politik abläuft. Sie sind alles andere als naiv. Weiterlesen
Das gesellschaftlich-kulturelle Klima gegenüber Kirche und Religion hat sich in den letzten Jahren völlig verändert. Schon früher gab es Vorwürfe gegen die Religion, damals konnte man es aber abwehren. Man brauchte sich nicht darum zu kümmern in der Gewissheit, im Glauben ginge es um den Weg zum richtigen Leben. Religion bei uns war apolitisch. Weiterlesen
«Wie in Massa und Meriba» – diese Orte sind in der Bibel sprichwörtlich geworden. Sie erinnern an eine Episode aus dem Befreiungskampf, bei der Flucht aus der Sklaverei. Es kamen Rückschläge, das Ziel rückte in weite Ferne. Statt in der verheissenen Zukunft war man in einer Wüste gelandet und litt Mangel an allem. Die Menschen verzweifelten und revoltierten. Sie fühlten sich von Gott und Menschen verlassen. Weiterlesen
Es ist schön, am Tisch zu sitzen, ein Bier neben sich, bald kommt das Essen. Vor mir die Zeitung: Es ist ein Vorgefühl von Ferien. Auch das Wetter spielt mit, der «Hexenkessel» über den Atlantik, der immer neue Gewitterfronten über das Land schaufelte, gibt heute Ruhe. Selbst Corona hat ein Einsehen. Viele Einschränkungen sind aufgehoben. Man kann wieder wandern und einkehren. Ein Gefühl «wie früher». Weiterlesen
Ich lese „Die Räuber vom Liang Shan Po“. Sie leben am Rand, sind ausgestossen. Sie haben gegen Unrecht protestiert. Es ist ein Zustand der „Desintegration“ – er zeigt sich in ihrer Randständigkeit, er meint aber das ganze Reich, das sich nicht einen kann. Die Gegensätze nehmen zu. Auch der einzelne kann so nicht zur Ganzheit kommen und mit sich übereinstimmen. Weiterlesen
