Die Zeitung berichtet über ein «Taufritual» an einer belgischen Eliteschule. Hier begegnen sich die Aufstiegshoffnungen von Aussenstehenden und Zugewanderten und die Bemühungen der Elite, unter sich zu bleiben und ihre Position zu verteidigen. Weiterlesen
Schlagwortarchiv für: Gesellschaft
Ich habe den Film «Reste un peu» («Bleibe bei uns») gesehen, eine Komödie aus dem Jahr 2022 von Gad Elmaleh. Der Film handelt von einem Komiker, aber er meint es ernst. Er spricht von Religion und möchte sich taufen lassen. Aber weil er bereits Jude ist, ist das kein leichtes Unterfangen. Zudem möchte er katholisch werden, weil die Jungfrau Maria es ihm angetan hat, seit er als Kind einmal in eine Kirche eingedrungen ist. Das scheint der grösstmögliche Konflikt, so richtig ein Rezept für eine Komödie. Aber offenbar meint er es ernst. Er macht sich über keine der Religionen lustig. Weiterlesen
Am Samstagabend habe ich mir einen alten buddhistischen Film angesehen, «Regen in den Bergen». Es beginnt mit einer Räubergeschichte, zwei Diebe dringen in ein Kloster ein. Auch Würdenträger sind auf dem Weg, ein General und Gouverneur der örtlichen Provinz und ein Mäzen, der das Kloster immer wieder unterstützt. Alle sind hinter einer alten Textrolle her. Weiterlesen
Die verpönte Religion kommt zurück unter anderer Gestalt, in Dienst genommen von populistischen und autoritären Strömungen, die damit ihre Machtausübung kulturell-ideologisch grundieren. Weiterlesen
Ein Zettel liegt auf dem Pult: «Kosmische Waschmaschine». Da war eine Phantasie, ich würde gefragt, was ich zu all diesen Krisen sagte, die das Leben auf allen Ebenen zu bedrohen scheinen. (War ich nicht mal Pfarrer? Müsste ich nicht einen Glauben haben, der dem widersteht?) Ich erinnerte mich an die Antwort, die ich für mich mal gefunden hatte. Man kann sie nicht erzählen: Weiterlesen
Ein Pfarrer, der sich „Oben-ohne-Theologe“ nennt, fordert dazu auf, endlich zuzugeben, dass „Gott“ nur „eine Chiffre für Hoffnung, für Mut“ sei und dass ihm sonst keine Realität zukomme. Weiterlesen
Der Krieg eskaliert, aber noch bin ich so privilegiert, dass er bei mir nur am Morgen in der Zeitung auf dem Frühstückstisch stattfindet. (Und beim Einkaufen im Supermarkt, wenn die Preise wieder angezogen haben.) Erst ist es ein Schock, wenn wieder eine neue Stufe erreicht wurde, dann ist es bald zur «Lage» geworden, wie sie halt ist. Weiterlesen
Der Jesus, der gekreuzigt wurde, war nicht der Seelenfreund. Es war der „Messias“, von dem seine Anhänger eine neue Friedensordnung erhofften. Und die Auffahrt, die wir bald feiern, war ursprünglich nicht ein Gedankending, das niemand begreift. Es war verbunden mit handfester Hoffnung. Weiterlesen
Der Muttertag erinnert uns, wie sehr die Gesellschaft sich verändert hat. Die Wirtschaft braucht Arbeitskräfte und sie hat die Frauen in den Arbeitsprozess eingegliedert. Viele Frauen haben das als Befreiung erlebt aus den Zwängen der alten Rollenbilder. Dafür sind sie jetzt den Zwängen des Arbeitsmarktes unterworfen. Das spüren wir besonders in dieser Zeit, wo die Wirtschaft stagniert oder rückwärts geht und wo es zu Entlassungen kommt. Der Muttertag lädt uns darum auch ein, genauer hinzusehen auf die Gesellschaft und ihre Veränderungen. Was hieße das, eine mütterliche oder väterliche Verantwortung wahrnehmen in dieser Zeit? Weiterlesen
Gestern Abend haben wir eine neue Serie auf ARTE angefangen, «Blackport», wir haben den ersten Beitrag gesehen mit der Exposition. Es wirkt etwas düster, im Stil des «Verismo» in der Opernliteratur, der Ende des 19. Jh. das soziale Elend aufnehmen wollte, aber damit immer noch im Rahmen der bürgerlichen Oper verblieb. So stirbt Mimi / Lucia wunderschön und der bürgerliche Held leidet. Aber sein Leben geht weiter. Weiterlesen
