Einträge von petwin

Die Stellung der Religion in unsrer Zeit

Gestern ist die Religion drei Mal Thema geworden in der Tageszeitung. Wie das geschah, das gibt ein gutes Bild für ihre Stellung in unserer Zeit: Da ging es um Übergriffe und kriminelle Verwicklungen, um den Mythos und um die Angst vor dem Ende der Menschheit und wie man davon reden könne.

Eingekreist

Die Menge bringt eine Frau zu Jesus, die sie beim Ehebruch ertappt haben. Als sie nach der Antwort von Jesus abziehen, heisst es: „Als sie seine Antwort gehört hatten, ging einer nach dem anderen fort, zuerst die Ältesten. Jesus blieb allein zurück mit der Frau, die noch in der Mitte stand“. (Joh. 8,9)

Cordon sanitaire

Mitte November ist eine neue Covid-Variante in Südafrika aufgetaucht. Die Schweiz sperrt den Luftraum für Einflüge aus Südafrika und einem Band von nördlich angrenzenden Staaten. Dort wurden keine Fälle gemeldet. Es ist ein Sicherheits-Abstand: es betrifft das betroffene Land und einen Gürtel drum herum.

Die Alternative

Neben dem üblichen Kalenderjahr gibt es auch ein «Kirchenjahr». Es beginnt mit dem Advent. Die Zeit wird hier anders aufgezogen, die Wirklichkeit anders aufgefächert, es bringt anderes zur Sprache als das bürgerliche Jahr.

Die Nase

Da war ein Mann mit einer grossen Nase. Als Kind wurde er gehänselt. Als Jugendlicher verliebte er sich. Aber er getraute sich nicht, das Mädchen anzusprechen. Im Militärdienst wurde er aufgezogen deswegen. Auch im Berufsleben stand seine Nase ihm im Wege.

Gebet

Lieber Gott! Wir sagen «Lieber Gott», wie wir als Kinder gebetet haben: voll Vertrauen, dass wir gehalten sind und Du da bist. Dieses Vertrauen suchen wir wieder. Jetzt, wo so vieles weh macht und uns verwirrt.

Eine gesellschaftliche Kraft

Vertrauen ist nicht nur eine passive Haltung, in der das Subjekt auf eine „gute“ Wirklichkeit reagiert, es ist eine aktive Haltung und eine soziale Dynamik, die die Interaktion der Menschen verändert. Im Glauben geht es nicht nur um eine individuelle Haltung.

Ein Bild vom Ziel

Weihnachten gibt uns ein Bild vom Ziel. Statt des Dunkels, das wir im Alltag oft vor uns sehen. Statt der verschlossenen Türen und der verrammelten Hoffnungen, statt der Absagen „es geht nicht“ und „du kannst nicht“ ist da…- was?

Versagen

Vor der Arbeit drehe ich eine Runde durchs Quartier. Viele traurige Menschen auf der Strasse, die schamvoll den Blick senken, sie schauen weg. Ich kann die Kirche nicht einfach als Lösung anpreisen. Auch in der Kirche gibt es viele schamvolle Erfahrungen, da werden Menschen gedemütigt und klein gemacht.