Einträge von petwin

Kann man die Welt verbessern?

Der rasante Wandel dieser Tage macht über Nacht Superreiche, z.B. jene jungen Informatiker, die mit ihrer Internetfirma an die Börse gehen. Andere Menschen und ganze Berufs-Gattungen kämpfen ums Überleben, z.B. die Bauern. „Ales wird beser“, schrieb schon vor zehn Jahren ein Mädchen in einer Reklame an die Wandtafel und brachte damit die Skepsis gegenüber dem […]

Nach der Religion?

Religion hat eine schlechte Presse. In der Philosophie ist sie schon lange verabschiedet. Das ist eigentlich erstaunlich, weil sich diese Welt rasant einem Zustand annähert, wo immer mehr Subsysteme auf einen Kollaps zuzusteuern scheinen.

Das Hingabe-Verbot

«Hingabe» ist ein zentrales Ziel in allen Weltreligionen und ein «Klassiker» der religiösen Kultur. Dennoch klingt das Wort heute unvertraut und wie «von gestern». Mit dem Bedeutungsverlust der Religion ist es aus dem öffentlichen Sprachschatz verschwunden. Es feiert aber ein Nachleben in Gestalt von säkularen Haltungen, die eine Verpflichtung, Identifikation oder Bindung beschreiben. So wird […]

Eine Hütte des Segens

War es in den 70er Jahren? Da gab es auf einem Kirchentag einen Pavillon, wo die Menschen sich Hilfe holen konnten für alles, was sie beschwerte, einen Segen für alles, was sie sich erhofften. Und das entfaltete eine ungeahnte Dynamik. Die Menschen kamen mit all ihren Anliegen, unsortiert und unbewertet, und brachten sie vor Gott. […]

Eine Würde, die nicht vergeht

Wer älter wird, dem ist auch der Tod schon begegnet. Und es scheint nicht lang zu gehen, weiss man viele Angehörige auf dem Friedhof. Und bald wird es zu einer schönen Angewohnheit, sie dort zu besuchen.

Ein Glaube wie Musik

Musik beginnt nicht mit Noten. Die kleinsten Kinder bewegen sich schon im Tanz. Sie singen vor sich hin. Da ist eine Musikalität, die sie singen macht. Ähnlich ist es mit der Religion. Da werden bedeutungsschwere Lehren aufgeboten. Die Tradition geht in unvordenkliche Zeit zurück. Aber was den Glauben lebendig macht, das ist jetzt da. Und […]

Wagnis

Ich kann nicht vom Glauben her leben aber auf den Glauben hin. Den Glauben, den man als Ressource für das Leben abrufen könnte, habe ich nicht, ich kann ihn auch nicht aus mir erzeugen.

Von meinen Schwierigkeiten, einen lebendigen Gott zu glauben

«Vor Monaten hat sich etwas Neues in mein Gebetsleben eingeschlichen, unmerklich, von den Rändern her.» (So beginnt eine Notiz aus der Zeit, in der ich nach dem Glauben suchte.) «Schon früher hatte ich manchmal, als paradoxe Gedankenspielerei, den Satz ausgesprochen: „Wenn wir ernst nähmen, wovon wir immer sprechen: Gott – dass es ihn wirklich gäbe […]

Von Gott verstossen?

In der Seelsorge hat man es manchmal zu tun mit Menschen, die sich von Gott verstossen glauben. Ich bekam einmal einen Anruf. Jemand fühlte sich von Dämonen verfolgt.