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Die Weihnachtsgeschichte führt uns nachts auf ein Feld, wo Hirten über ihre Herde wachen. Plötzlich wird die Nacht erhellt, der Himmel öffnet sich und Engel singen: «Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden!» Weiterlesen

«Er versprach den Himmel auf Erden…« Der Himmel, von dem die Rede ist, ist selten der astronomische Himmel, meist der Himmel der Wünsche und Ziele, deren Erfüllung in Aussicht gestellt wird. Wie man einen Berg hochsteigt, kann man die Himmelshöhe erklimmen Da ist ein Weg mit Stufen, eine Himmels-Leiter. Daran erinnert der Adventskalender mit seinen Törchen, die sich nach und nach öffnen. Weiterlesen

Vielleicht hat er den Stil dieser Politik überzogen, vielleicht hat er ihn bis zur Kenntlichkeit übertrieben: Thomas D. Homann, als er von Donald Trump zum «Grenz-Zaren» ernannt wurde. Drohend baute er sich vor den Zuschauern auf, in dem Video, das in den Nachrichten verbreitet wurde. `Passt auf, jetzt geht es euch an den Kragen. Präsident Trump ist ein Krieger`, so ähnlich lautete die Ansage.

Er soll Migranten abschrecken, damit sie gar nicht in die USA kommen oder das Land freiwillig wieder verlassen. Mich erinnerte die aufgeplusterte, zur Schau getragene Aggressivität an das Wrestling und sein ganzes Drum und Dran, wo Gute und Böse miteinander streiten und ein brutaler Umgangston gepflegt wird.

Dramaturgie
Wrestling ist ein Schaukampf, die Dramaturgie ist so wichtig wie der Sport und die Fehden folgen einem Drehbuch. Der Sieger steht laut Wikipedia schon fest, bevor der Match begonnen hat. Es ist eine Schau für das Volk, und in diesem Fall eine neue Variante in der Politik, die das Theatralische dieser Repräsentationsform einem Genre angleicht, das in den USA populär ist.

Show
Als Abschreck-Programm gegenüber den Migranten wirkt es wohl nicht, es ist eine Show für die Wähler. «Ihr macht euch Sorgen über die Einwanderer, ihr habt mich gewählt, ich regle das. Da ist der Mann, der das erledigt», soll das wohl heissen. Schon das Wort «Zar» macht darauf aufmerksam, woher der Stil kommt.

In der Zeitung lese ich, dass bei der Vorbereitung der neuen Administration die Geschäftsfrau Linda Mac Mahon mitwirkt. Sie hat zusammen mit ihrem Ehemann das weltweit grösste Wrestling-Unternehmen «World Wrestling Entertainment» aufgebaut und damit ein Vermögen verdient. (NZZ 13.11.24)

Fiktion…
«Kommerzielle Wrestling-Shows sind mit Seifenopern vergleichbar. Wrestling ist von einem Gut-Böse Schema geprägt, in der Regel treten Helden gegen Bösewichte an.» So spielt sich das Ganze im Rahmen eines Theaters ab. Je nach Art kann der Anschein einer Show aber auch durchbrochen werden: «Innerhalb der Show wird der fiktionale Charakter nicht gebrochen. Dieser im Wrestling Kayfabe genannte fiktionale Rahmen hat sich jedoch seit Aufkommen des Internets verschoben und reale und fiktive Elemente werden im zeitgenössischen Wrestling häufig vermischt.» (Wikipedia)

… und Wirklichkeit
So stehen Realität und Politik eben doch im Hintergrund. Frau Mahon betreibt nicht nur ein Wrestling-Unternehmen. In Kooperation mit anderen vermögenden Personen hat sie eine Denkfabrik, das «America First Policy Institute», gegründet. Hier wurden laut NZZ bereits 300 Verordnungen ausgearbeitet, die Donald Trump am ersten Tag im Weissen Haus in Kraft setzen könnte. Die Dramaturgie – so heisst es – kann vom Theater ins echte Leben überspringen.

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Zuerst möchte ich Danke sagen, es gäbe ja viel anderes, über dem man das Positive vergessen könnte. Darum möchte ich zuerst Danke sagen, bevor es mir vielleicht verloren geht. Wir waren zwei Stunden im Wald spazieren. Trotz November gibt es immer noch farbige Bäume. Wir waren auf «Herbst» auch eingestimmt, weil wir den Hitchcock-Film «Immer Ärger mit Harry» gesehen haben. Auch dort ist es etwas Schönes, in das etwas Dunkles einbricht. Eine schöne Landschaft ist die Szenerie für einen Kriminalfall. Weiterlesen

Nachts, wenn ich nicht schlafen kann, höre ich Hörbücher. Im Moment bin ich bei Francis Durbridge angelangt und seinen Paul Temple-Romanen aus den 50er Jahren. Erst blieb ich daran hängen wegen der Szenenfotos, die die Atmosphäre jener Jahre atmen, dann wegen der Hörspielmusik, wo diese Atmosphäre noch verdichtet wird. Es war wie Eintauchen in meine Kindheit und frühe Jugend. Weiterlesen

Engel – das ist ein Thema zwischen Sprachlosigkeit und esoterischer Geschäftigkeit. Die einen haben sie aus der Wirklichkeit ausgeschieden, von der sinnvoll geredet werden kann, andere entdecken sie als etwas, was sie in ihrem Leben angeht. Nach einer Umfrage im Jahr 2016 glaubt jeder zweite Deutsche an Engel. Zehn Prozent geben an, schon einmal das Eingreifen eines Engels erlebt zu haben. Weiterlesen

Die Mails nach München gingen hin und her, unsere Tochter kann nun doch nicht kommen. Die Bahnen sind zu voll, nachdem der Verkehr nach dem Unwetter wieder möglich ist. Da will sie mit Kind und Kinderwagen nicht hinein. Vielleicht in zwei, drei Wochen, wenn der Verkehr sich normalisiert hat und die Störungen behoben sind. Weiterlesen

«Ich will euch nicht als Waisen zurücklassen; ich komme zu euch», sagt Christus an Pfingsten. «Ich will den Vater bitten und er wird euch einen anderen Tröster geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit: den Geist der Wahrheit. Er bleibt bei euch und wird in euch sein.» Weiterlesen

Es ist eine neue Phase in ihrem Leben, sie ist bald 30. Grosse Fragen tauchen auf. Dinge kriegen einen Namen, die vorher wie Schemen am Leben vorbeigezogen sind. Man lernt, sich zu stellen. Man will Verantwortung für sein Leben übernehmen und stösst auf Dinge, die man nicht einfach steuern kann, die eine andere Antwort verlangen als das Abspulen von früh gelerntem Problemlösungs-Verhalten. Die Lösung, die man in der frühen Kindheit lernte, führt manchmal mehr in die Irre als das Problem selber. Weiterlesen

Es gibt Probleme, die kann man lösen. Man kriegt sie in den Griff. Andere lösen sich, wenn wir uns anvertrauen. Es gibt Fehler, da kann man eine Diagnose stellen. Und es gibt Knoten, wo das Leben stagniert. Da muss man eine Geschichte erzählen. Weiterlesen