Ein solches Fest auf den Gräbern wie in Mexico haben wir nicht, einen solchen Anlass, der eine ganze Stadt auf die Beine bringt. Aber an Allerheiligen und Allerseelen anfangs November, wenn die Katholische Kirche der Verstorbenen gedenkt, gibt es auch in der Schweiz Anlässe. Und viele Menschen, die nicht mehr kirchlich eingebunden sind, teilen doch die Tradition noch und besuchen ihre Angehörigen auf dem Grab. Weiterlesen
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Erfolg, Schönheit, dass das Leben gelingt … Es sind Fragen, Wünsche, Ängste, die immer wieder auftauchen. Und es findet sich ein Weg. Im Rückblick ist es, als ob wir immer wieder den heiligen Berg umrundeten. Immer wieder zeigt er sich von einer neuen Seite. So auch in den folgenden Beobachtungen. Weiterlesen
Wer ist Jesus Christus? Die Gelehrten streiten sich. Ist es Grössenwahn, wenn man Position bezieht in diesem Streit? Nein, jeder macht es unwillkürlich, wenn er betet, wenn er glaubt. «Jesus Christus» ist der Name, den ich kenne, für den, der von Gott her zu uns kommt. Ich kenne ihn, wenn ich zu ihm bete. Weiterlesen
Ich war über Pfingsten auf dem Grab meiner Eltern. Es liegt ausserhalb der Grossstadt, ich war nicht viel dort. Ich hatte das Gefühl, sie seien dort nicht am richtigen Ort. Sie waren nach der Pensionierung weggezogen, vom Ort, wo sie jahrelang gelebt, wo sie ein Geschäft aufgebaut und Kinder aufgezogen hatten, wo sie ihren Lebensmittelpunkt hatten. Weiterlesen
Tauschen scheint das Friedlichste, was es gibt. Aber nicht, wenn Elfenbein gegen Glasperlen getauscht werden oder gegen Schnaps. Doch gibt es immer wieder Schlaumeier, die mit Talmigold bezahlen. Auch die Kulturgeschichte kennt solche Tauschverhältnisse und auch die Religion ist betroffen. Seit Jahrhunderten werden ihre Werte angeeignet und durch billige Imitate ersetzt. Ist Religion eine Kolonie? Oder gibt es auch hier eine Entkolonisierung, wie in der Politik der 50er Jahre? Weiterlesen
«Wie kann man sich im Glauben bereithalten für das, was kommt?» So fragte ich mich 2011 in der Krise des Welt-Finanz-Systems. «Was machen wir, wenn die Ängste wahr werden aus all den Krisen- und Katastrophen-Szenarien, die in den Medien kursieren?» Zwei Monate später gab ich mir eine Antwort. «Nötig ist in der Kirche: Uns nicht nur bereithalten, wenn die Krise kommt, wenn das, was sich schon lange ankündigt, auch bei uns spürbar wird, sondern realistische Szenarien entwerfen.» So sollten diffuse Ängste durchbrochen und das Handeln erleichtert werden.
Gestern wurde der Papst zu Grabe getragen. Wir nahmen über das Fernsehen am Gottesdienst teil. Es war ruhig und schön. Ich habe selten, vielleicht noch nie in dieser Zeit, gesehen, dass Kirche und Christentum so positiv wahrgenommen werden. Da fügt sich das Bild harmonisch ein, wie Trump und Selenskyj sich bei dieser Gelegenheit im Petersdom auf zwei Stühlen gegenübersitzen. Es ist ein hoffnungsvolles Bild. Als ob etwas von diesem Papst, vom Frieden dieses Gottesdienstes, auf die Politik hinüberstrahlen würde. Weiterlesen
Am Aschermittwoch gabelt sich der Weg. Hier muss ich mich entscheiden. Ich weiss, dass ich zurückbleiben werde. Petrus, mein Namensvetter, macht es vor, und ich bin ihm dankbar. Das ist der weniger anstrengende Weg. Weiterlesen
Für den Zug nehme ich mir zwei Taschenbücher mit, die sich leicht verstauen lassen. Das eine ist eine Erzählung von Wilhelm Raabe, das andere ein Buch von Karl-Heinz Deschner. Weiterlesen
Das Gitter in der Chorschranke in Einsiedeln. Der Anblick weckt etwas in mir und ich fotografiere es. Ich erinnere mich, dass ich als Kind schon mal ein Bild davon gesehen hatte. Ich fühlte mich davon angezogen, als ob es etwas in mir auslöste – und das lag in mir bereit, es kam nicht von aussen. Weiterlesen
