Ich las Balzac, „Eine Frau von dreissig Jahren“. Damals, in den 80er Jahren, tauchen neue Bewegungen im politischen Spektrum auf. Sie legen nicht nur den Finger auf einzelne Schwachpunkte. Angesichts der ökologischen Probleme halten sie der Zivilisation vor, sie sei mit ihrem ganzen Entwicklungspfad in eine „Sackgasse“ geraten. Die Systemkritik weitet sich zur Epochenkritik und nimmt wieder ethische und religiöse Kategorien auf. So taucht auch die Frage nach dem Ganzen und Richtigen in der Politik wieder auf. Weiterlesen
Schlagwortarchiv für: Klimawandel
Viele Menschen können heute mit dem Pflicht-Begriff, mit dem wir Älteren aufgewachsen sind, nichts mehr anfangen. Es geht nicht mehr in erster Linie um das Sollen, sondern um das Wollen. Das Problem ist aber nicht nur, dass wir nicht können wie wir sollen, sondern dass wir uns beim besten Willen verfehlen können. Weiterlesen
Am Montag kommt unsere Tochter aus Deutschland zu Besuch. Dann soll das Unwetter vorbei sein, das wir erwarten, die Temperaturen etwa 10 Grad kälter. Das ist noch nicht der erwartete Sommeranfang, wenn «Sommer» ein stabiles Hoch mit Hitze meint. Es ist aber Sommer, weil die Atmosphäre unheimlich viel Energie geladen hat, die sich unter katastrophalen Wetterbedingungen entlädt. Weiterlesen
Eine Doppelseite in der Zeitung ist dem Entscheid des Internationalen Gerichtshofs für Menschenrechte in Strassburg gewidmet, der eine Klage eines Vereins von Seniorinnen gutgeheissen hat, die Schweiz tue zu wenig, um die Klimaziele von Paris einzuhalten. Weiterlesen
Da möchte ich nicht mehr dabei sein, wenn der Streit losgeht, wer denn schuld sei an dem Unglück, das uns trifft. Mit einer Fingerbewegung gerate ich mittenhinein in eine solche Auseinandersetzung, über Sylvester/Neujahr habe ich den Finger in die Bibel gesteckt, ob ich einen Vers finde, den ich zum neuen Jahr meditieren könnte. Es mag ein Überrest des alten Orakel-Glaubens sein. Weiterlesen
Ein neues Wort, das jetzt überall begegnet: Transformation. Es ersetzt die alten Begriffe von Reform oder Revolution, die politisch nicht gewollt oder kraftlos geworden sind. Vor allem soll es sich abgrenzen von einer naturwüchsigen Entwicklung, die von Krise zu Krise geht wie Geröll, das den Berg hinunter poltert und nicht mehr aufzuhalten ist, bis es nicht von selber stillsteht, weil irgendein Gleichgewicht erreicht ist, weil es den Boden möglicher Entwicklung erreicht hat. Weiterlesen
Die Zeit der Natur-Mystik scheint heute vorbei. Das Daseins-Gefühl in der Natur spiegelt heute nur die menschlichen Eingriffe und die Folgen, die die Störung eines dynamischen Gleichgewichtes mit sich bringen. Weiterlesen
Die angesagten Gewitter verzogen sich. Ich fahr nochmals mit dem Fahrrad hinaus. Es liegt eine schwüle Spannung in der Luft. Fast stellen sich die Haare auf, wie damals im Physikunterricht, wenn wir einen Kondensator berührten und unser Körper sich elektrostatisch auflud. Weiterlesen
Ich hatte als Vater immer das Gefühl, dass ich die Welt verantworten müsse, die ich euch übergebe. Nicht dass ich diese Welt erzeugt oder wesentlich beeinflusst hätte, aber zwischen den Generationen findet doch eine Art Übergabe statt. Weiterlesen
Brief eines Vaters an sein Kind
Ich hatte als Vater immer das Gefühl, dass ich die Welt verantworten müsse, die ich euch übergebe. Nicht dass ich diese Welt erzeugt oder wesentlich beeinflusst hätte, aber zwischen den Generationen findet doch eine Art Übergabe statt. Weiterlesen
