Schlagwortarchiv für: Metaphysik

Die Welt ist dermassen im Wandel, alles ist flüchtig, manches in Auflösung. So ist die Sehnsucht begreiflich, einen Ort zu haben, wo man sich einfinden kann. Ähnlich wie in der katholischen Kirche, die eine Weltkirche ist, wo ich überall einen Ableger finden kann, aber noch universeller, einen Ort, der nicht in der Aussenwelt, sondern im Innern zu finden wäre. Da wären die Altäre geschmückt, man könnte eine Kerze anzünden. Ein Ort der Stille und Schönheit, des Sich-Einfindens, des Zur-Ruhe-Kommens, des Stille-Werdens, des Einklangs. Weiterlesen

Ob sich jemand in der Lebensmitte an Gott wendet, ist nicht eine Frage, ob er sich seinen Kinderglauben bewahrt hat, sondern eine Frage, ob seine Verzweiflung gross genug ist. Erst die Verzweiflung hebt auf diese Höhe, wo das Ganze des Lebens in eine Gestalt zusammen fliesst, z. B. indem jemand sein Leben fortwerfen will und dabei, in diesem Moment, die Erfahrung macht: „fortwerfen kann ich es ja immer noch, ich will es einsetzen“. Weiterlesen

Die heissen Tage haben begonnen. In Deutschland ist Starkregen angesagt. Ich will etwas über Wirklichkeit scheiben. Wer ist dazu berufen? Vielleicht der, der den Impuls empfindet, ein Fenster aufzureissen, damit man atmen kann. Die Alternativlosigkeit der geltenden Wirklichkeits-Behauptung erstickt einen. Danke Du da vorn, danke, dass Du das Fenster aufmachst! Weiterlesen

Ein Pfarrer, der sich „Oben-ohne-Theologe“ nennt, fordert dazu auf, endlich zuzugeben, dass „Gott“ nur „eine Chiffre für Hoffnung, für Mut“ sei und dass ihm sonst keine Realität zukomme. Weiterlesen

Wo beginnt ein Weg und wo endet er? Wie soll man einen Anfang erzählen und wie das Ende? Muss eine Geschichte einen Abschluss finden, soll der Knoten gelöst, das Verlorene gefunden, das verletzte Recht geheilt werden, dann reicht es nicht, nur den Abbruch eines Ereignisses zu erzählen. Die Geschichte ist dort nicht fertig, der Konflikt nicht gelöst. Das wurde mir besonders deutlich, als ich wieder einmal Gottfried Kellers Buch «Der Grüne Heinrich» las. Weiterlesen

Weiss künstliche Intelligenz etwas von Erlösung? Definitionsgemäss nicht, weil «Erlösung aus der Welt» von einer Instanz «über der Welt» kommen muss, und das liegt auch ausserhalb der KI. Aber die Rede, «nicht von der Welt» zu sein, ist «in der Welt» und kann von KI kopiert werden. Weiterlesen

Das Gebet ist der «Urknall» des Glaubens. Weiterlesen

Ich wusste gar nicht – ich habe mich völlig davon entwöhnt – dass diese Welt noch so viel Schönes hat. Am Morgen war ich schon in der Dämmerung draussen. Eine dünne Mondsichel hing in den Bäumen. Es war zauberhaft. Abends, als ich wieder in der Dämmerung unterwegs war, stand der Jupiter hell am Himmel. Ich wollte ihn nicht aus dem Blick verlieren und schlug die Strasse zur Hauptstadt ein. Weiterlesen

Im Traum finde ich in einer Buchhandlung eine bisher unbekannte Bibel-Übersetzung. Es gibt die Bibel in zwei Versionen: Sie stehen für Abspaltung und Gespaltenheit oder für Versöhnung und Heilung. Es ist, als ob ich mich entscheiden sollte: die Welt als Hölle oder in Gottes Hand. Weiterlesen

Ich lese in der Baruch-Apokalypse. Hier wird der Schritt getan, von einer messianischen Hoffnung zu einer Jenseits-Welt, die in einer Endzeit kommt, aber jetzt schon erfahrbar ist, wo man sich hin fliehen kann. Weiterlesen