Einträge von petwin

Was die Kirche braucht

«Wie kann man sich im Glauben bereithalten für das, was kommt?» So fragte ich mich 2011 in der Krise des Welt-Finanz-Systems. «Was machen wir, wenn die Ängste wahr werden aus all den Krisen- und Katastrophen-Szenarien, die in den Medien kursieren?» Zwei Monate später gab ich mir eine Antwort. «Nötig ist in der Kirche: Uns nicht […]

Konservative Wende?

Gestern wurde der Papst zu Grabe getragen. Wir nahmen über das Fernsehen am Gottesdienst teil. Es war ruhig und schön. Ich habe selten, vielleicht noch nie in dieser Zeit, gesehen, dass Kirche und Christentum so positiv wahrgenommen werden. Da fügt sich das Bild harmonisch ein, wie Trump und Selenskyj sich bei dieser Gelegenheit im Petersdom […]

Der Rückfall nach Ostern

Es braucht nur einen Auslöser, eine bestimmte Begegnung, die Art, wie ein Mensch sich uns gegenüber benimmt, und es weckt alte Erinnerungen wieder auf an vergangene Zeiten. Und ohne dass wir es wollen, rutschen wir wieder zurück in jene Zeit. Da sind die Gefühle wieder, die wir damals hatten. Schon am Morgen beim Aufstehen überfallen […]

Darum ist es auch mein Leben

Ich bin noch nicht gewohnt, von seinem Tod zu erzählen. Gestern war ein Besuch da, da habe ich Formulierungen erprobt. Bei seinem Tod habe ich etwas erfahren, was mich nicht traurig machte, sondern mir Mut und Lebensfreude gab, die Einsicht: Das ist mein Tod, darum ist es auch mein Leben.

Auferstehung

Wo ist das zu finden, worauf wir hoffen, von dem wir leben? Gilt das nicht mehr, worauf wir uns ein Leben lang stützten? Die Demontage von Recht und Wahrheit, das ist zynischer Sprachgebrauch. Er ist wohl von den Machtzentren ausgegangen, hat aber auch die Ohnmächtigen erreicht. Auch sie vertrauen nicht mehr auf das Recht, den […]

Wovon die Völker erzählen

Jede Kultur kennt diese grossen Gestalten. Da fragen sich die Menschen, ob das Leben überhaupt zu leben, ob die Aufgaben überhaupt zu gewinnen sind. Und sie buchstabieren es durch, am Leben grosser, paradigmatischer Gestalten. Das Schlimmste widerfährt ihnen – finden sie da heraus? Alle Übel, die je ein Mensch erfahren hat – und wenn sie […]

Karwoche und Ostern

Karwoche. Ein grosser Anspruch. Kann ich mich dem stellen? Die Karwoche ist das Grösste im Kirchenjahr. Es ist das Allergrösste an Kunst und Frömmigkeit, was in dieser Zeit begegnet. Durch die Säkularisierung ist man aber auch freigestellt. Man kann die Zeit verbringen, ohne einen Gedanken an sie zu verwenden.

Sollte das Wasser nicht aufwärts fliessen?

Die Welt scheint ein unsicherer Ort geworden zu sein. Nachrichten berichten von der Bedrückung, die selbst die Kinder heute heimsucht. Sollte ausgerechnet die Passion hier helfen: dass man in der Betrachtung Trost findet, dass man stille steht und das Leid vor Gott bringt?

Dorfpolitik und Weltpolitik

Mittagsnachrichten. Weltweit sind die Börsen in Talfahrt. Es ist eine Erschütterung zu spüren. Da ist Trump mit seinen Zöllen, sein Zurückschneiden des Staates, seine Freude an Provokationen, seine Verstösse gegen Gesetz und Verfassung, was seinem Inaugurationseid Hohn spricht, wonach er die Verfassung «achten und schützen» wolle.

Lass mich durchschlupfen!

Ich will das Foto löschen. Es ist ein «schlechtes Bild». So gefalle ich mir nicht. Aber es ist ein Bild von mir. Man kann mich so sehen. Ich kann mich so sehen, wenn ich mich getraue.