Einträge von petwin

Der dritte Wunsch

Im Stress der Feiertage hat sich vieles verdichtet. Ich stehe an der Grenze, aber da sind auch neue Ausblicke. Wir waren zwei, drei Tage in den Bergen. Einmal spüre ich etwas Neues in der Nacht: Ich spüre mit innerer Gewissheit, was ich wirklich will in Leben.

Das Ganze im Märchen

Kinder haben Zugang zu Zauberkräften. Sie verwandeln sich, sie können im Traum fliegen. Ihre Phantasie rettet sie. Ihre Phantasie gleicht aus. Ihre Phantasie ist geimpft von dieser menschlichen Möglichkeit, sich und sein Leben zum Ganzen zu ergänzen. Ihre Phantasie ist von der Quelle her religiös verfasst: auf das Gelingen angelegt, auf das Ganze des Lebens.

Die soziale Frage kehrt zurück

Der Wohlstand der Nachkriegsjahre in Europa ist vorbei. In Zukunft werden die Menschen im Westen deutlich ärmer sein. Der Mittelstand gerät weiter unter Druck. Die soziale Frage kehrt zurück. Das ist die Botschaft vieler Beobachter der wirtschaftlichen Verwerfungen dieser Zeit.

Was die Kirche braucht

Die Kirche fühlt sich nicht in der Lage, das prophetische Erbe auszurichten. Die Prophetie, das Amt des Mahnens, ist ins Feuilleton und in die Börsen-Berichterstattung abgewandert. Bei den Märkten meint man es noch ernst, im Feuilleton ist es allegorisiert, ein Spiel mit Traditionen.

Ein Akt des Glaubens und der Freiheit

Was soll ich tun, wenn in der Partnerschaft Spannungen auftreten? Etwa die Kirche fragen? Was mache ich, wenn ich abends von Haushalt und Kindern fix und fertig bin? Weiss da etwa der Pfarrer Rat? Und die Probleme im Beruf – hat da die Bibel vielleicht Rezepte? Auch wer im Glauben Orientierung sucht, findet für die […]

Alte und neue Tabus

Die alte Kirche war vom Friedhof umgeben: Es war ein Tabu-Bezirk, von einer Mauer umgeben. Ältere erzählen vom «Schauder», den sie als Kind empfanden, und wie sie sich nicht getrauten, den Ball zu holen, wenn er über die Mauer fiel. Der Tod war tabu.

Sie trug die Mitte in sich selbst

Es gibt Menschen, die sind anders als andere Menschen. Es ist, als ob sie eine Mitte in sich trügen. Sie leben irgendwie selbstverständlicher, mit mehr Erlaubnis. Sie rennen nicht irgendeinem Ziel nach, das ausserhalb von ihnen wäre. Und so lange sie es nicht erreicht haben, sind sie unruhig.

Die spinnen, die Römer

Die spinnen, die Römer. Eben noch war Hysterie auf allen Kanälen. Alle möglichen Endszenarien wurden durchgespielt, vom Klima zur Energie, von der Seuche zum Krieg. Plötzlich ist Stille, der Laden ist zu, die Strassen sind leer, alle stecken in Ferienorten, nachdem der Gotthard tagelang im Stau stand und Flughäfen im Andrang erstickten.

Wahrhaftig

Kennen Sie das: Der Zug, in dem Sie reisen, macht plötzlich Halt? Die Gedanken, die Sie immer begleiten, stehen still. Die Gefühle, die um die Arbeit kreisen, die Geschäftigkeit, die angetrieben wird vom Nächstliegenden – plötzlich ist es still und ein Gedanke steht klar vor Ihnen. Das ist es! Das ist der Schlüssel, der Ihr […]

Kann man glauben lernen?

Kann man Glauben lernen? Auf diese Frage hat die Theologiegeschichte die unterschiedlichsten Antworten gegeben: vom scholastischen Gottesbeweis bis zu Pascals Skeptiker, der in einer Wette zum Glauben bewegt werden soll, von der reformatorischen Auffassung der Erbsünde, welche die natürliche Glaubensfähigkeit korrumpiert bis zur rationalistischen Naturreligion, die jeder natürliche Mensch über die Vernunft einsehen kann, von […]